Strabag bleibt Branchenprimus

27. Juli 2006, 14:21
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Im Ranking der größten Baukonzerne Österreichs 2006 hat sich die Bauholding Strabag wie schon im Vorjahr an der Spitze behauptet - Porr AG überholt Alpine Mayreder wieder

Wien - Im Ranking der größten Baukonzerne Österreichs 2006 hat sich die Bauholding Strabag wie schon im Vorjahr an der Spitze behauptet. Mit der Übernahme der insolventen Walter Bau und dem Mehrheitskauf der Züblin AG sind die Umsätze des Unternehmens von Hans Peter Haselsteiner 2005 um satte 3,3 Mrd. Euro auf 9,3 Mrd. 2005 angestiegen, schreibt die Fachzeitschrift "Solid" in ihrer aktuellen Ausgabe. Auf den Plätzen hat die Wiener Porr AG der Alpine Mayreder den 2. Platz streitig gemacht und liegt nun hinter der Strabag als die Nr. 2.

Die Strabag, einer der größten europäischen Baukonzerne, legte zwar im internationalen Geschäft um etwa 50 Prozent zu, bei der Profitabilität hat die Alpine Mayreder jedoch sowohl der Strabag als auch der Porr AG den Rang abgelaufen und konnte laut "Solid" das beste Vorsteuerergebnis (EGT) - gemessen am Umsatz - für sich verbuchen. Die EGT-Marge des Salzburger Bau-Unternehmens lag bei 2,48 Prozent, die Strabag, wies im Vorjahr eine Marge von 1,45 Prozent auf, gefolgt von der Porr mit 1,03 Prozent.

Österreichumsätze

Bei den Österreichumsätzen sind die Abstände zum Branchenprimus wesentlich geringer: Hier wies die Strabag im Vorjahr Umsätze von 1,924 Mrd. Euro aus, die Porr legte ein Umsatzergebnis von 1,55 Mrd. Euro vor, die Alpine kam im Vorjahr auf 1,25 Mrd. Euro Umsatz.

Ganz glücklich sei das Jahr für den Bauriesen und seinen Firmen-Chef Haselsteiner dennoch nicht gelaufen, formuliert es die Fachzeitschrift und verweist auf die Strabag-Querelen mit dem Mitaktionär bei Züblin, der Familie Lenz. Die Familie des ehemaligen Züblin-Vorstandschefs Dietrich Lenz ist mit 43 Prozent an Züblin beteiligt. Das Verhältnis Lenz - Haselsteiner ist gestört, seit sich die beiden nicht über den Preis für das Aktienpaket der Familie Lenz einigten, das Strabag kaufen sollte. Eine von Haselsteiner vorgeschlagene Fusion von Strabag und Züblin kam bisher nicht zu Stande.

Strabag hat 2005 einen Umsatz von insgesamt 9,31 Mrd. Euro und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 135 Mio. Euro ausgewiesen. Der Mitarbeiterstand hat sich von 33.287 auf über 44.500 erhöht.

Die Porr AG hat die 2 Mrd. Umsatzgrenze im Vorjahr überschritten und legte 2,258 Mrd. Euro (2004: 1,854 Mrd.) Umsatz vor. Das Vorsteuerergebnis sank gegenüber dem Jahr 2004 von 24,3 auf 23,3 Mio. Euro im Vorjahr.

Profit-Sieger Mayreder

Der "Profit-Sieger" Alpine Mayreder, um den sich weiter Übernahmegerüchte durch einen spanischen Interessenten ranken, gab seine Umsätze laut "Solid - Wirtschaft und Technik am Bau" mit knapp über 2 Mrd. Euro an (2004: 1,91 Mrd.). Das EGT stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum 2004 auf 49,76 Mio. Euro an (2004: 43,1 Mio. Euro).

Stark steigende Umsätze erzielten im "Solid"-Unternehmensvergleich auch die Österreich-Tochter von Bilfinger Berger sowie die Vorarlberger Rhomberg Bau-Gruppe.

Die Umsätze und und EGT-Angaben sowie die Mitarbeiterzahlen beruhen auf Eigenangaben der Unternehmen. (APA)

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    Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner. Die Strabag, einer der größten europäischen Baukonzerne, legte zwar im internationalen Geschäft um etwa 50 Prozent zu, bei der Profitabilität hat die Alpine Mayreder jedoch sowohl der Strabag als auch der Porr AG den Rang abgelaufen.

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