Mit biologischem Präparat gegen Gelsenplage

12. Juli 2006, 14:22
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Projekt in den March-Thaya-Auen gefährdet die Feuchtgebiete und Vogelschutzgebiete nicht

St. Pölten - Die Hochwasserkatastrophe von Anfang April hat den Gemeinden entlang der March und der Thaya eine Gelsenplage beschert. Aus diesem Grund haben die zuständigen Landesräte Emil Schabl (S) und Josef Plank (V) eine künftige naturschutzkonforme Regulierung der Stechmückenpopulation in dieser Region initiiert. Das Projekt wird vom NÖ Landschaftsfonds mit 110.000 Euro gefördert.

Keine Beeinträchtigung der Natur

Durch den Einsatz eines biologischen, selektiv auf Stechmückenlarven wirkenden Präparates soll die Lebensqualität der Bevölkerung gesichert werden, ohne dabei die Schutzgebiete und Naturschutzziele - international anerkannte und wichtige Feuchtgebiete und Vogelschutzgebiete - entlang der beiden Flüsse zu beeinträchtigen. Bereits seit einigen Jahren werden in einigen Gemeinden in Niederösterreich, darunter auch an der March, Bti-Präparate (Eiweißpräparate aus einem natürlich vorkommenden Bodenbakterium) eingesetzt.

Für großflächige Einsätze bei besonders intensiven Belastungen fehlten bisher sowohl organisatorische Strukturen als auch die technischen Möglichkeiten. Diese sollen nun geschaffen werden. Projektträger sind der Regionalverband March-Thaya-Auen und Gemeinden. Geplant sind gemeindeübergreifende Datenerfassungen der Brutstätten, die notwendige Kontrolle der Brutgewässer sowie auch der Aufbau einer eventuellen Kooperation mit durch vergleichbare Probleme betroffenen Nachbarstaaten. (APA)

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    Die Hochwasserkatastrophe hat der Bevölkerung entlang der Thaya und March eine Gelsenplage beschert, die nun naturschutzkonform bekämpft wird.

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