14. Juli 2006, 12:03
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Der deutsche Axel Springer-Verlag erwägt die Möglichkeit, in Frankreich eine französische Variante der deutschen "Bild"-Zeitung auf den Markt zu bringen. "Wir prüfen mehrere Märkte, darunter Frankreich", sagte am Dienstag die Sprecherin des Verlages, Edda Fels, fügte allerdings hinzu, dass "noch keine Entscheidung getroffen" wurde.

Bereits am Dienstag hatte "Le Parisien" berichtet, dass der zurückgetretene Chefredakteur der Gratiszeitung "Metro" in Frankreich, Didier Pourquery, die Führung der französischen "Bild" übernehmen wird. Springer hat diese Information nicht kommentiert.

Springer-Chef Mathias Döpfner hatte im vergangenen März gesagt, dass "Bild" vor allem in Ländern stärker werden wolle, in denen das Blatt bereits vertreten sei, wie zum Beispiel in Ungarn und Tschechien. Das deutsche Massenblatt mit zwölf Millionen Lesern pro Tag diente in Polen bereits als Vorbild für die Tageszeitung "Fakt", die nunmehr eine Auflage von 500.000 Exemplaren erreicht. "Wir sind ermutigt durch die Erfahrung von 'Fakt' in Polen, und wir wollen diese Kompetenz in der Boulevardpresse auf ein anderes europäisches Land übertragen", sagte Edda Fels.

Der Springer-Verlag ist in Frankreich bereits mit vier Magazinen vertreten, darunter der viel verkauften Fernsehzeitschrift "Télé Magazine". (APA)

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