Wien schnürt Sonderpaket für Sanierung von Pflichtschulen

6. Juli 2006, 20:33
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Bezirke bekommen zusätzliche Mittel, um desolate Zwischendecken zu reparieren

Wien - Die Stadt Wien startet ein Sonderprogramm für die Sanierung von Schulen: Sie stellt den Bezirken zusätzliche Mittel zur Verfügung, um desolate Zwischendecken zu reparieren. Die Kosten dafür bzw. für zuvor stattfindende Sicherheitschecks werden mit 17,6 Mio. Euro veranschlagt. Rund 7 Mio. Euro, also 40 Prozent, zahlt davon die Stadt.

"Das Thema ist nicht unbekannt. Mit den Decken in einzelnen Schulen hat es zuletzt ein Problem gegeben", sagte Wiens Finanzstadtrat Sepp Rieder (S) am Mittwoch im Gespräch mit Journalisten. So hatten etwa Vorfälle für Aufsehen gesorgt, bei denen in Klassenräumen Teile der Decke heruntergefallen waren.

Betroffen sind demnach Pflichtschulen, die zwischen 1890 und 1910 erbaut worden sind. Damals war es Stand der Technik, die Deckenkonstruktion als flachgewölbte Ziegeldecke auszuführen. Aus Schalldämmungsgründen wurden später oft zusätzlich Gips- oder Mineralfaserplattendecken eingezogen. Diese werden nun brüchig.

In den Jahren 2006 und 2007 sollen insgesamt 63 Schulgebäude neue Zwischendecken erhalten. Von den 17,6 Mio. Euro Gesamtkosten werden heuer noch rund 6,3 Mio. und im kommenden Jahr 11,3 Mio. Euro investiert. Auch jene Bezirke, die bereits Maßnahmen getroffen haben, bekommen diese nachträglich ersetzt.

Im Prinzip sind in Wien die Bezirke für den Erhalt der Allgemein bildenden Pflichtschulen zuständig. Laut Rieder fließen aus den dezentralen Budgets pro Jahr 23,7 Mio. Euro in deren Instandhaltung. Dazu kommen für Generalsanierungen weitere 6,8 Mio. Euro - die den Bezirken aber von der Stadt zu 90 Prozent refundiert werden. (APA)

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