Oberösterreich: Mögliche Ausrüstung der Schneeräumung mit "PISA"

8. Juli 2006, 18:00
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Positions-Informations-System zeichnet Bewegungen der Winterdienstfahrzeuge mittels GPS auf und liefert Infos über Temperatur und Co.

Linz - Schneepflüge und Streufahrzeuge könnten in ganz Oberösterreich künftig mit "PISA" zur besseren Schneeräumung ausgestattet werden. In einem zweijährigen Pilotversuch in Bad Leonfelden (Bezirk Urfahr-Umgebung), dessen Abschlussbericht nun vorliegt, hat sich die Entwicklung der Linzer Johannes Kepler Universität bewährt. Beim Land Oberösterreich zeigte man sich durchaus an einem flächendeckenden Einsatz interessiert.

Aktualisierte Straßenzustandsinformationen

Das "Positions-Informations-System für zeit- und ortsbezogene Analysen" - kurz PISA - wurde von der RISC Software GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Johannes Kepler Universität, gemeinsam mit der Energie AG, Ebner Electronic und dem Land Oberösterreich entwickelt. Es zeichnet die Bewegungen der Winterdienstfahrzeuge mittels GPS auf, misst über Sensoren relevante Werte wie Streumenge oder Temperatur und liefert zudem permanent aktualisierte Straßenzustandsinformationen. Damit können Schneeräumung und Salzstreuung effizienter koordiniert werden.

Erprobt

Zwei Jahre lang wurde PISA in Bad Leonfelden im Mühlviertel getestet. Während den meisten Oberösterreichern der heurige Winter wohl zu lange und zu schneereich war, konnte Projektleiter Robert Keber der extremen Witterung durchaus etwas abgewinnen: So habe man das System "unter härtesten Bedingungen" erproben können.

Auch beim Amt der Oberösterreichischen Landesregierung zeigte man sich beeindruckt: "Der Feldversuch hat die Praxistauglichkeit eindrucksvoll demonstriert, so dass auch an einen großflächigen Einsatz dieser Technologie gedacht werden kann", sagte Kurt Pfleger von der Abteilung Geoinformation und Liegenschaften.

Realistische Variante

Ein derartiges System werde mittelfristig sicherlich zum Einsatz kommen, hieß es auch aus dem Büro des für den Straßenbau zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreters Franz Hiesl (V). Man sei immer öfter mit Privatklagen von Autobesitzern konfrontiert und benötige die Aufzeichnungen als Dokumentation. Dass PISA zum Zug komme, sei zwar noch nicht sicher, aber eine sehr realistische Variante. (APA)

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