Verdeckte "Ermittlungen" in Ferienorten

24. Juli 2006, 20:31
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Journalist wurde an einem einzigen Tag rund zehn Mal auf verschiedenste Arten betrogen

Zagreb - Kroatien bezeichnet sich in der Tourismuswerbung als Land der "guten Gastgeber". Die auflagenstarke Zagreber Zeitung "Vecernji list" wollte das überprüfen und schickte einen Reporter als ungarischen Touristen in die Ferienorte an der Adria. Ergebnis der verdeckten "Ermittlungen": Der vorgebliche Ungar wurde an einem einzigen Tag rund zehn Mal auf verschiedenste Arten betrogen, berichtete das Blatt.

Wechselstuben und Sehenswürdigkeiten

Der häufigste Betrug geschieht in Wechselstuben: Statt für 100 Euro die vorgeschriebenen 725 Kuna zu bekommen, wurden nur 700 Kuna ausgezahlt. Ein Bootsausflug versprach den Besuch der "Kornati - der schönste Inselgruppe des Mittelmeeres". In Wirklichkeit endete der Trip auf der Insel Dugi Otok, mehrere Kilometer entfernt von den Kornati. Trotzdem musste der Tourist fünf Euro für die Eintrittskarte zum "Nationalpark Kornati" ausgeben.

Made in China

Andenken, hergestellt in China, wurden als "echte kroatische" Mitbringsel angeboten. Ein vornehmes Restaurant nahm keine Tischreservierungen an. Der Durchschnittstourist bemerke überhaupt nicht, dass ihn seine Gastgeber "an der schönsten Küste der Welt" meisterhaft bestehlen und betrügen, stellte die Zeitung fest. Allerdings handele es sich meist um kleinere Betrügereien. (APA)

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