Aus Anker wird ab Herbst "Helvetia"

27. Juli 2006, 13:56
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Die österreichischer Anker Versicherung folgt damit der Markenpolitik ihrer Schweizer Muttergesellschaft Helvetia Patria

Wien - Die österreichischer Anker Versicherung heißt ab Anfang Oktober "Helvetia" und folgt damit der Markenpolitik ihrer Schweizer Muttergesellschaft Helvetia Patria. Ab Herbst tritt die in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Spanien tätige Versicherung europaweit unter dem einheitlichen Namen "Helvetia" auf, erklärte der Präsident der Helvetia Patria-Gruppe, Ericht Walser, Dienstagabend vor Journalisten in Wien.

Damit könnten sich bestehende und neue Kunden in allen Ländermärkten besser orientieren und die Kernwerte einer schweizerisch geprägten Versicherung mit internationaler Ausrichtung besser erkennen. Ab Herbst werde die Anker Versicherung eine große Markenkampagne lancieren, kündigte Generaldirektor Stefan Loacker an.

Wachsen durch Zukäufe

Wachsen wolle die Helvetia auch durch Zukäufe, allerdings nur in den Ländern, in denen man bereits vertreten sei, so Walser. Mittel- und Osteuropa habe man nicht im Visier. "Nicht weil wir nicht an Mittel- und Osteuropa glauben", so Walser, sondern weil für die Helvetia in Südeuropa die Chancen größer und die Risiken kleiner seien. Österreich zähle zum Kerngeschäft, die Wahrscheinlichkeit von Zukäufen sei aber als sehr gering einzuschätzen. In Italien, Deutschland und Spanien seien die Chancen wesentlich größer. In Spanien und Italien sei man auf der Suche.

Die Helvetia wolle aber nicht nur Gesellschaften erwerben, sondern kaufe auch Versicherungs-Portfolios von anderen Unternehmen und investiere auch in Kooperationspartner. Mit den neuen geplanten Eigenkapitalvorschriften für die Versicherungsbranche ("Solvency II") könnte es für die eine oder andere Versicherungsgesellschaft etwas eng werden, es sei daher vorstellbar, dass die Helvetia Patria ein guter Partner sein könnte.

Kein Rekordjahr wie 2005

Die österreichische Anker Versicherung wird heuer voraussichtlich nicht an das Rekordjahr 2005 anschließen können. Für 2005 hatte die Anker Versicherung ein Rekordergebnis von 3,5 Mio. Euro (plus 36 Prozent) erzielt. Ein so "brillantes" Jahr wie das vergangene scheine sich heuer aus heutiger Sicht nicht abzuzeichnen, so Loacker. Es werde für 2006 aber ein "sehr gutes" Ergebnis erwartet. Der Winter sei heuer sehr teuer gewesen. Bei den Prämien werde für das laufende Geschäftsjahr mit einem Prämienplus von rund 3 Prozent gerechnet. 2005 waren die Prämieneinahmen laut Geschäftsbericht um 0,9 Prozent auf 205,1 Mio. Euro gestiegen, davon entfielen 84,7 Mio. Euro (plus 1,3 Prozent) auf die Lebensversicherung. Im Bereich der privaten Vorsorge will die Anker Versicherung, die bisher nur klassische Lebensversicherungen anbietet, innerhalb der nächsten zwölf Monate mit einer "innovativen" Fondsgebunden Lösung auf den Markt kommen.

Die Helvetia Patria-Gruppe erzielte 2005 ein Bruttoprämienvolumen von 3,3 Mrd. Euro. Davon entfielen rund 1,8 Mrd. Euro auf die Schweiz, 491 Mio. Euro auf Deutschland, 349 Mio. Euro auf Italien, 296 Mio. Euro auf Spanien, 205 Mio. Euro auf Österreich und 58 Mio. Euro auf Frankreich. (APA)

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