Die Rolling Stones starten ihre Europatour

11. Juli 2006, 13:41
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Mit 82 Trucks zum Wien-Konzert am 14. Juli: "Bühne sehr groß und sehr lange"

Wien - Die größte Rock and Roll-Band der Welt geht wieder auf Europareise - mit Verspätung. Nachdem Gitarrist Keith Richards von einer Palme gestürzt war, mussten die Termine neu geplant werden. Am 14. Juli gastieren die Stones in Wien. Neben Klassikern gibt es Lieder vom aktuellen Album "A Bigger Bang" zu hören.

Große Worte

"Ich brenne auf die Auftritte", ließ Sänger Mick Jagger nun in einem vom Management verbreiteten Interview wissen. "Nach der langen Pause kann ich den Tourstart kaum erwarten." "Die Bühne ist sehr groß und lange. Das verlangt nach schwerer körperlicher Arbeit", so Jagger.

"Ich bin sehr entspannt", so Jagger. In der unerwarteten Pause habe er "ein bisschen an neuen Songs gearbeitet und Zeit mit den Kindern verbracht". "In den vergangenen drei Woche habe ich mich dann voll darauf konzentriert, für die Tournee bereit zu sein." Neben der Fitness ging es dabei vor allem um Stimmtraining. Auch über das Programm hat man sich natürlich Gedanken gemacht: "Wir üben noch ein bisschen in Italien und werden verschiedene Songs ausprobieren. Wir haben ja genug Lieder zum Auswählen. Darum werden wir die Setlist zwischendurch ändern."

Jagger: "Sie sind (bei der Amerikatour, Anm.) gut angekommen. Die schnellen Stücke scheinen am besten zu funktionieren." Drei bis vier neue Songs darf man erwarten - oder, geht es nach Jagger, "vielleicht sogar ein paar mehr". Alte Hits kommen dabei nicht zu kurz: "Wenn man in einem Stadion zu viel weniger bekanntes Material spielt, lässt die Stimmung nach". Jagger Resummee der USA-Auftritte: "Die Band klang wirklich gut. Unser neues System ermöglicht einen lauten, sehr klaren Sound. Wir haben viele Komplimente bekommen."

Große Zahlen

82 Trucks und elf Busse werden das Material und den Tross nach Österreich bringen. Ein 30- und ein 80-Tonnen-Kran kommen beim Bühnenaufbau, der einen Tag vor der Show beginnt, zum Einsatz. 120 Personen erledigen die Vorarbeiten, 150 den Abbau. Die Band und ihr Anhang fahren in zwölf Limousinen zum Ernst-Happel-Stadion (bevorzugt: Lincoln, Cadillac und Mercedes). Es stehen zwölf Garderoben und für Jagger ein eigener Trailer bereit. Die Sonderwünsche sind recht bescheiden: Snooker-Tische und Blumen im Wert von 300 Dollar (235 Euro).

Noch ein paar Zahlen, die das Ausmaß verdeutlichen: Der Veranstalter stellt 450 Handtücher bereit, 300 Polizeigitter werden aufgestellt, 680 Sicherheitskräfte sorgen für Ordnung. Um Gedränge in den vorderen Reihen zu vermeiden, gibt es zwei so genannte Wavebreaker. In dieses Areal darf nur eine limitierte Zahl von Besuchern hinein. (APA)

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