Festplattenriese gibt klein bei - Größe ist binär

23. Juli 2006, 16:13
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Western Digital einigt sich mit Sammelklägern außergerichtlich und übernimmt sämtliche Kosten

Ein lange andauernde Rechtsstreit zwischen Western Digital und einer Vielzahl von Konsumenten ist beigelegt. Der Konzern sah sich gezwungen der Sammelklage außergerichtlich nachzukommen, nachdem die Verhandlungskosten zu explodieren drohten.

Binär

Thema der Klage war das Problem, dass Produzenten von Festplatten die Kapazität der Speichermedien dezimal berechnen und nicht wie Betriebssysteme binär. Dadurch kommt es zu maßgeblichen Differenzen zwischen der angepriesenen Festplattengröße und der durch den Computer real erfassbaren Kapazität. So werden zum Beispiel aus 80 Gigabyte tatsächliche 74,4 Gb.

Eine halbe Million Dollar

Alle Kläger erhalten von der amerikanischen Firma nun ein Back-Up-Programm im Wert von 30 US-Dollar und zusätzlich übernimmt Western Digital auch sämtliche Anwaltskosten, welche sich mittlerweile auf rund eine halbe Million Dollar belaufen. Damit ist der Konzern sprichwörtlich aus dem Schneider, wobei anderen Herstellern zukünftig ähnliche Klagen ins Haus stehen könnten. (red)

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