AK warnt vor teuren SMS-Mehrwertdiensten am Handy

27. Juli 2006, 14:27
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Verbraucherschützer: Konsumentenschutzregeln werden bei SMS-Diensten oft nicht eingehalten - Verrechneter Preis höher als beworbener

Wien - Die Arbeiterkammer (AK) warnt vor teuren SMS-Mehrwertdiensten und fordert bessere Kontrollen der Preisauszeichnung. Bei SMS-Diensten würden oft Konsumentenschutzregeln missachtet, bei jedem zweiten überprüften Angebot sei der verrechnete Preis über dem beworbenen gelegen, geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Test der AK von zehn SMS-Diensten am Handy hervor. Zu den Unannehmlichkeiten zählen laut AK auch Abofallen, abgebrochene Bestellungen, die ohne das nötige Bestätigungs-SMS des Nutzers verrechnet werden, und Empfangsprobleme.

Bestellungen von Klingeltönen, Farblogos oder Newsflash bei Blinko, Bravo Mobile, Dr. Logo, Jamba, klingelton.com, MMS Newsflash Ö3/A1, mobilelive, SMS.at, tele.ring und Vodafone Live/A1 kosten laut dem Test, der vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation für die AK durchgeführt wurde, zwischen 50 Cent und 10 Euro. Bei vielen Angeboten würden die beworbenen Preise aber nicht mit den verrechneten übereinstimmen, kritisiert die AK, die neben besseren Kontrollen der Preisauszeichnung bei SMS-Diensten auch verpflichtende Angaben der Dateigröße in Kilobyte (KB) vor dem Download fordert.

Was dahinter steckt

Häufig würden dem Nutzer auch mehrere Bestätigungs-SMS abverlangt und verrechnet, so die AK. Der Anbieter Dr. Logo habe etwa für ein animiertes Farblogo mit "Gesamtpreis: 1,90 Euro" geworben, aber das Fünffache - nämlich zehn Euro - verrechnet. Andere zwei Anbieter - klingelton.com und mobilelive -, die mit zwei Euro pro SMS werben, hätten das Doppelte verrechnet, zumal der AK-Tester die Bestellung in zwei kostenpflichtigen Schritten bestätigen musste.

Dürftiger Inhalt

Auch der Inhalt vieler Anbots-SMS sei dürftig, kritisiert die AK weiter. Nur jedes dritte untersuchte Angebot enthalte einen Hinweis auf den Anbieter. Nur einer der untersuchten Anbieter habe den Inhalt des Dienstes näher beschrieben. Trotz Verpflichtung würden die Anbieter bei rund einem Viertel der Testbestellungen kein Bestätigungs-SMS verlangen, in ebenso vielen Fällen habe die Bestellung vor Absenden der Bestätigungs-SMS nicht mehr kostenfrei abgebrochen werden können.

Die AK-Tester kämpften auch mit Abofallen und Empfangsproblemen: Obwohl das Handy laut Internetangaben alle Anforderungen erfüllt habe, sei mitgeteilt worden, dass das Handy für den bestellten Inhalt ungeeignet sei. Der Preis sei trotzdem abgebucht und die Reklamation ignoriert worden. (APA)

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