Tödlich Verunglückter zum Zivildienst einberufen

7. Juli 2006, 10:15
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Immer weider kommt es bei Einberufungen zu peinlichen Fehlern

St. Pölten - Ein tödlich verunglückter St. Pöltner ist in Niederösterreich versehentlich zum Zivildienst einberufen worden. Wie die Tageszeitung "Kurier" berichtete, hätte der 18-Jähriger am 3. Juli seinen Dienst beim Roten Kreuz antreten sollen. Sechs Wochen zuvor ist er bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Das Büro von Innenministerin Liese Prokop (ÖVP)erklärte: "Unsere Beamten sind auf entsprechende Informationen angewiesen. Wenn diese rechtzeitig erfolgen, dann passiert so etwas natürlich nicht. Wir werden die Abläufe weiter optimieren und bedauern diesen tragischen Einzelfall aufrichtig."

Den Berichten zufolge hätte auch ein 18-Jähriger am vergangenen Montag seinen Zivildienst beim Roten Kreuz antreten sollen. Der Mann rüstet jedoch bereits am Freitag bereits wieder ab - allerdings beim Bundesheer. "Ich wurde von der Zivildienst-Serviceagentur zwei Mal abgelehnt. Daraufhin hab ich mich beim Bundesheer gemeldet", wurde der Niederösterreicher zitiert. (APA)

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