Forschungsnacht, Montan-Uni

11. Juli 2006, 21:04
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Keine Lange Nacht der Forschung

Was Kirche, Museen und Musik alljährlich mit großem Erfolg auf die Reihe bringen, bleibt bei der Forschung ein einmaliges Ereignis. Die im Vorjahr mit Besucherrekord veranstaltete Lange Nacht der Forschung wird heuer nicht stattfinden. Aus Geldmangel, wie es in Forschungsrat, Bildungs- und Infrastrukturministerium unisono heißt. Dem Vernehmen nach will die Stadt Wien nicht mehr so viel beisteuern wie im Vorjahr. Als Ersatz plant man nun ein Best of Innovatives Österreich, das am 30. September krönender Abschluss einer Art Forschungswoche sein wird, die am 19. September mit der Eröffnung des Hauses der Forschung beginnt und bei der entlang der Wiener Ringstraße großartige österreichische Forschungs- und Entwicklungsleistungen präsentiert werden sollen. (ung)
Innovatives Österreich

Neues Geld für Montan-Uni Leoben

Der zu den weltweit führenden Kunststoffproduzenten zählende Konzern Borealis und der OMV-Konzern, der 35 Prozent an Borealis hält, pumpen drei Millionen Euro in den Kunststoffsektor an der Montanuniversität Leoben. Damit soll nicht nur die Forschung an der steirischen Spezial-Uni angekurbelt werden, man möchte und bräuchte auch deutlich mehr Kunststofftechniker. Das Programm wurde am Montag in Wien präsentiert. Die Absolventenzahlen bei der Kunststofftechnik seien nach einem Höchststand in den 1990er-Jahren von jährlich 30 bis 35 auf teilweise unter 15 zurückgegangen, berichtete Reinhold Lang, Vorstand des Instituts für Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe an der Montan-Uni. Probleme, einen Job zu finden, hätten die Kunststoffspezialisten nicht. Ganz im Gegenteil würde die Industrie mehr Experten benötigen. 80 Prozent der Absolventen entscheiden sich derzeit für Jobs in der österreichischen Kunststoffindustrie, der Rest geht ins Ausland. (DER STANDARD Printausgabe, 5. Juli 2006)
Uni Leoben

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