Heimkommen und fremdgehen

11. Juli 2006, 21:04
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Ein Mann, der aus Zell am See kommt und derzeit in Harvard an der dortigen Universität arbeitet. Einer, der zwar gern "nach Österreich" zu Besuch kommt, damit aber mittlerweile ein Gefühl wie "fremdgehen", nicht wie "heimkommen" verbindet: Die Rede ist vom Juristen Viktor Mayer-Schönberger (40, Foto), seit 1999 Professor für Internetrecht und -politik an der Kennedy School of Government der Harvard University, der am 6. Juli im Wiener Haus der Industrie im Rahmen der Tagung "Innovation Rules" einen Vortrag hält: "Welches Ökosystem braucht Innovation? Erfolgsfaktoren in den USA versus Europa." (16.15). Mayer-Schönberger studierte Jus, obwohl der in Computerdingen äußert versierte junge Mann Preise bei Jugend-Programmierwettbewerben erhielt. Grund: Der Vater, Wirtschaftstreuhänder, wollte es. Viktor sollte die Kanzlei übernehmen, erkannte aber schnell, dass sich Pflicht und Leidenschaft verbinden lassen. Er spezialisierte sich auf Rechtsfragen im Computerzeitalter. Mit nur 20 gründete er die Anti-Viren-Softwarefirma Ikarus. 1989 wurde er erster Geschäftsführer des Hochschullehrgangs für Rechtsinformatik in Salzburg. (DER STANDARD Printausgabe, 5. Juli 2006)
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  • Jurist Viktor Mayer-Schönberger
    foto: standard/newald

    Jurist Viktor Mayer-Schönberger

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