Neuer europäischer Satellit soll Wetterprognose verbessern

9. Juli 2006, 18:46
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Start am 17. Juli - Wetterentwicklungen mit besserer Auflösung als bisher

Wien - Genauere meteorologische Prognosen soll "Metop"ermöglichen. So heißt der neue europäische Wettersatellit, der am 17. Juli mit einer russischen Sojus-Rakete von Baikonur aus ins All starten soll.

Der 4000 Kilo schwere Satellit wird in 820 Kilometern Höhe die Erde auf einer polaren Umlaufbahn umkreisen. Für einen Orbit benötigt er 101 Minuten, in fünf Tagen kann er jeden Punkt der Erde erfassen. "Meteorologen erhalten damit ein komplettes dreidimensionales Höhenprofil der Atmosphäre", erläuterte Austrian Aerospace-Chef Max Kowatsch.

Instrumente aus Österreich

An dem ersten europäischen Wettersatelliten mit polarer Umlaufbahn Metop gibt es eine starke rot-weiß-rote Beteiligung: Das Weltraumunternehmen Austrian Aerospace hat für drei Instrumente an Bord des Satelliten die digitale Signalverarbeitung entwickelt und gebaut und zeichnet darüber hinaus für die Thermalisolation und das Boden-Equipment des Satelliten verantwortlich. Der Gesamtauftragswert für das Unternehmen liegt bei 20 Mio. Euro. (APA, simo, DER STANDARD Printausgabe 6.7.2006)

Webtipp: space.at
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