Eybl zahlt 05/06 erstmals seit 2000 Dividende

27. Juli 2006, 14:04
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Der niederösterreichische Automobilzulieferer gibt ein Umsatzplus von 4 Prozent bekannt - EGT sank auf 3,3 Millionen Euro

Wien/Krems - Der Kremser Automobilzulieferer Eybl International hat bei seiner Bilanzpressekonferenz am Mittwoch einen vorsichtig-optimistischen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2006/07 (per Ende März) abgegeben. Vorstandschef Johannes Elsner rechnet mit Umsätzen zwischen 345 und 360 Mio. Euro (2005/06: 345,3 Mio. Euro) sowie mit einer höheren EBIT-Marge als zuletzt (3 Prozent). Der Auftragseingang soll von 323 auf 400 Mio. Euro wachsen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Eybl einen Umsatz von 345,3 (332,5) Mio. Euro erzielt, das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 10,4 (10,3) Mio. Euro. Der Jahresüberschuss ging merklich auf 6,3 (7,3) Mio. Euro zurück. Wegen einer grundlegenden Umfinanzierung des Gesamtunternehmens, die mit einer 60-Millionen-Euro-Anleihe verbunden war, lag die Eigenkapitalquote auf 20,7 (31) Prozent. Weil ein im Zug der Sanierung aufgenommenes Genussrechtskapital zurückgezahlt werden konnte, bezeichnete sich Elsner erstmals wieder als "Herr im eigenen Haus". Die Sanierungsphase sei "endgültig abgeschlossen", sagte er.

Seit 2000

Bei der am Donnerstag stattfindenden Hauptversammlung wird Elsner eine Dividende von 0,85 Euro pro Aktie vorschlagen. Dies ist die erste Ausschüttung des Unternehmens seit dem Beginn der Unternehmenskrise vor fünf Jahren.

Für die europäische Automobilindustrie als solche gab sich der Eybl-Vorstandschef wenig optimistisch. Er sprach von einem "Crash-Szenario" zahlreicher Originalhersteller (OEM) und prophezeite einen anhaltenden Preisdruck auf die Zulieferer.

Derzeit beschäftigt Eybl rund 4.200 Mitarbeiter. Während im Headquarter Krems unter dem Strich etwa 60 Mitarbeiter abgebaut wurden und auch in Spanien und Marokko Jobs gestrichen wurden, kam es am rumänischen Standort Deta zum Aufbau von 250 weiteren Arbeitsplätzen. (APA)

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