Sieben Soldaten in Tschetschenien getötet

12. Juli 2006, 15:07
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25 verletzt - Moskau will im Anti-Terror-Kampf weltweit Soldaten entsenden

Moskau - Beim schwersten Angriff tschetschenischer Rebellen seit Monaten sind am Dienstag nach Behördenangaben sieben russische Soldaten getötet und 25 verletzt worden. Polizeiquellen in Tschetschenien sagten der Agentur Interfax, die Angreifer hätten bei dem Ort Awtury in den Bergen 30 Kilometer südöstlich von Grosny einen Fahrzeugkonvoi der Armee beschossen. Der Stab der russischen Truppen in der nordkaukasischen Teilrepublik habe den Überfall bestätigt.

Anti-Terror-Kampf weltweit

Präsident Wladimir Putin präsentierte unterdessen am Dienstag dem russischen Föderationsrat Vorschläge, wonach Russland sich die Möglichkeit sichern solle, künftig Soldaten und Spezialkräfte weltweit zum Anti-Terror-Kampf zu entsenden. Der Verfassung zufolge muss Putin die Parlamentskammer vorher um Genehmigung fragen, wenn er Truppen ins Ausland schicken möchte. In der Regel kommt die Kammer den Anliegen Putins nach. Der Präsident der Kammer hatte vor zwei Tagen bereits Zustimmung signalisiert.

Hintergrund des Vorhabens sind die jüngsten Vorfälle im Irak. Unbekannte hatten vor neun Tagen vier entführte russische Diplomaten getötet. Russland hatte später eine Belohnung von zehn Millionen Dollar für das Auffinden der Täter ausgesetzt. (APA/dpa/Reuters)

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