Bildhauer Venet erhält Robert-Jacobsen-Preis

11. Juli 2006, 12:58
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Jury der Stiftung Würth würdigte "ausgeprägte Experimentierfreudigkeit, verbunden mit gestalterischer Prägnanz und minimalistischer Konsequenz"

Künzelsau - Der französische Bildhauer und Theoretiker Bernar Venet wird mit dem Robert-Jacobsen-Preis 2006 der Stiftung Würth ausgezeichnet. Der 1949 geborene Franzose soll die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung an diesem Donnerstag (6. Juli) in Bad Mergentheim erhalten, wie die Stiftung am Dienstag in Künzelsau (Baden-Württemberg) mitteilte. Im Kurpark von Bad Mergentheim ist bis Ende März 2007 die Ausstellung "Bernar Venet" zu sehen.

Die Jury würdigte Venets "ausgeprägte Experimentierfreudigkeit, verbunden mit gestalterischer Prägnanz und minimalistischer Konsequenz". Venet gehöre zu den international herausragenden Bildhauern und Konzeptkünstlern der Gegenwart und sei weltweit in Museen vertreten. Anfang der 1960er Jahre machte er mit ersten monochromen Bildern aus Teer von sich reden, später widmete er sich verstärkt physikalischen und abstrakt mathematischen Fragestellungen, die sich in Arbeiten wie "Winkel", "Bögen" und "Diagonalen" niederschlugen.

Nach Angaben der Stiftung erinnert der Preis seit 1993 alle zwei Jahre an den dänischen Abstrakt-Künstler Robert Jacobsen. Bisherige Preisträger waren Rui Chafes, Lun Tuchnowski, Richard Deacon, Magdalena Jetelove und Gereon Lepper. (APA/dpa)

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