26. Juli 2006, 14:07
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"Wir wollen künftig mehr agieren statt reagieren", verspricht der neue Chefredakteur der Salzburger Nachrichten (SN), Manfred Perterer. Als Ausdruck dessen kündigt er eine Wochenendbeilage ab Spätherbst an, die sich der Politik und den "schönen Dingen des Lebens" widmen soll. Außerdem wird der Redaktionsschluss nach hinten verlegt.

Redaktionelle Veränderungen

Personelle Neuerungen gibt es vor allem in der politischen Berichterstattung, die weiter ausgebaut wird: Ab sofort wird das Team durch Inge Baldinger und Maria Zimmermann verstärkt. Sylvia Wörgetter ist neue Stellvertreterin von Ressortleiter Andreas Koller. Auch das Wirtschaftsressort bekommt Zuwachs, nämlich von Veronika Gasser, bisher bei der Wiener Zeitung tätig, und Karin Zauner, die aus der Lokalredaktion der SN wechselt. Norbert Lublasser, bisher Chef vom Dienst, ist mit der Planung der neuen Wochenendbeilage beauftragt.

Lokalreporter - Brüsselkorrespondent - Chefredakteur

Der 45-jährige Manfred Perterer hat am 1. Juli die Agenden von Ronald Barazon übernommen. Der gebürtige Tiroler studierte Publizistik, Politikwissenschaften und Jus. Seit 1985 ist er bei den SN - zunächst als Lokalredakteur und später als Brüsselkorrespondent.

Ronald Barazon ist seit Ende Juni nach 41 Jahren bei den SN - davon war er knapp elf Jahre Chefredakteur - im Ruhestand, ein Engagement als Brüssel-Korrespondent kam nicht zustande. "Er hat sich entschieden, hier zu bleiben", sagt Perterer. "Wir sind sehr froh darüber." "Offen gesagt"-Diskussionen leitet er auch weiterhin. (prie, APA / DER STANDARD, Printausgabe, 5.7.2006)

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    "SN"-Chef Manfred Perterer

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