Europäischer Onlinehandel boomt

31. Juli 2006, 13:02
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Mehr als 100 Mrd. Euro Ausgaben für 2006 erwartet

Laut einer aktuellen Studie von Forrester Research werden im Jahr 2006 rund 100 Mio. Europäer ihre Einkäufe im Internet tätigen. Damit soll der Onlinehandel erstmals die 100 Mrd. Euro-Marke übersteigen. Der größte Umsatz wird in diesem Jahr in Großbritannien erwirtschaftet, gefolgt vom deutschen Onlinehandel. Bis zum Jahr 2011 erwarten die Studienautoren eine Verdopplung des Umsatzvolumens.

Mehr User - mehr Bestellungen

Der Anstieg des Online-Handels steht auch im Zusammenhang mit der steigenden Anzahl an Internet-Usern. Waren 2005 rund 54 Prozent der Europäer mindestens einmal im Monat online, werden es in fünf Jahren 74 Prozent sein. 53 Prozent von ihnen werden dann auch zu der Gruppe der Online-Shopper zählen, was einen Anstieg um fast zwei Drittel im Vergleich zu 2006 erwarten lässt, so die Studienautoren auf Nachfrage von pressetext. Das Gesamtumsatzvolumen wird dabei von geschätzten 102 Mrd. Euro im Jahr 2006 auf knapp 263 Mrd. Euro steigen und sich somit mehr als verdoppeln. Die Pro-Kopf-Ausgaben belaufen sich dieses Jahr vermutlich auf 1.000 Euro, 2011 auf geschätzte 1.500 Euro.

Umsatzstärke

Den größten Anteil am Umsatz haben zurzeit die Briten mit 43 Mrd. Euro (2011 geschätzte 73 Mrd.), gefolgt von den Deutschen mit 23 Mrd. (62.Mrd.). Im Vergleich dazu liegen die Umsätze in Österreich bei 1.500 Euro pro Kopf, in fünf Jahren vermutlich bei 6.900 Euro. Angeführt wird der Online-Handel von Reisebuchungen, dicht gefolgt von Kleidung und Lebensmitteln. Für die Zukunft deuten die Studienergebnisse bleibenden Erfolg für diese Bereiche an, einen besonders starken Umsatzanstieg können auch große Versandhäuser erwarten.

Nicht nur Amazon oder eBay

Während Online-Händler wie Amazon oder eBay stetig steigende Verkaufszahlen vorweisen können, bestätigen die Studienautoren, dass auch klassische Einzelhändler schon jetzt vermehrt auf den Internet-Verkauf setzen. Durch den steigenden Konkurrenz-Kampf mit Diskountern versucht man auch im Internet einen Teil des Marktplatzes für sich zu gewinnen. Vom Aufschwung des europäischen E-Commerce profitieren aber auch Online-Portale, die darauf spezialisiert sind, Angebote von Online-Shops miteinander zu vergleichen. Ein erfolgreiches Beispiel, so die Studienautoren, sei kelkoo. Die französische Version dieser Preisvergleich-Plattform ist die am zweitmeisten besuchte Seite in Frankreich. Auch die britische Ausgabe zählt im eigenen Land zu den am öftesten aufgerufenen Internetseiten. (pte)

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