EU will effizientere Investmentfonds

24. Juli 2006, 15:56
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Expertengruppe stellt Studie vor

In der EU werden derzeit rund 30.000 Investmentfonds vertrieben, das in ihnen angelegte Vermögen beträgt 5000 Milliarden Euro. Damit wären Effizienz und Kostenstruktur der Fondsgesellschaften volkswirtschaftlich maßgebende Kriterien, da auch nur ein halber Prozentpunkt Kostenersparnis bei Vetriebs- und Managementkosten 25 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr für die Sparer brächte, meint die EU-Kommission.

Eine Expertengruppe hat deswegen die Bereiche Investmentfonds, Hedgefonds und Private Equity (zumeist außerbörsliche Direktbeteiligungen) durchleuchtet, das Ergebnis soll nun in eine Diskussionsphase mit den Fondsgesellschaften eingebracht werden, und gegen Jahresende könnten dann die UCITS-(Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities)-Richtlinien des EU-Parlaments und des Rates angepasst werden.

Die Studienautoren haben "deutliche" Schwächen und Herausforderungen geortet: So dauert es in der EU verglichen mit den USA viel zu lange, bis Fonds am Markt sind. Oft wären aber gerade Fonds, die einen neuen Trend folgten und zuerst am Markt wären, die Gewinner. Weiters käme es in der EU noch zu oft zu Zweigleisigkeiten, da die rechtlichen und steuerlichen Bedingungen noch zu wenig harmonisiert wären. Dies alles würde sich auch in höheren Spesen und niedrigeren Erträgen für die Sparer auswirken. Darüber hinaus soll die Fusion von Fonds erleichtert werden, und Vermögenswerte, die verschiedenen Fonds gehören, sollten auch zentral verwaltet werden können. (Michael Moravec aus Brüssel, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.7.2006)

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