Kabila erwartet von EU Unterstützung über die Wahl hinaus

29. Juli 2006, 22:09
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Deutscher Verteidigungsminister Jung traf kongolesischen Präsidenten

Kinshasa - Der kongolesische Präsident Joseph Kabila hat Anfan Juli im Gespräch mit dem deutschen Verteidigungsminister Franz Josef Jung die Erwartung geäußert, dass die Europäische Union auch nach der Wahl Verantwortung für das Land übernimmt. Bei einem rund einstündigen Treffen in Kinshasa am Dienstag signalisierte Jung nach Auskunft seines Sprechers Thomas Raabe, dass Europa sich auch künftig in der Verantwortung sehe. Eine Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und der im Aufbau befindlichen kongolesischen Armee wurde dabei ins Auge gefasst.

"Historischer Augenblick"

Kabila betonte den Angaben zufolge, dass die Europäer sich in einem historischen Augenblick im Kongo engagierten. In dem zentralafrikanischen Land finden am 30. Juli erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten Wahlen statt. Eine rund 2.000 Soldaten starke EU-Mission überwacht den freien und demokratischen Ablauf der Wahl. Die deutsche Bundeswehr beteiligt sich daran mit 780 Soldaten. Kabila betonte, ein stabiler Kongo strahle auf die gesamte Region ab. Von demokratischen Strukturen erhoffe er sich auch einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Jung wies, wie auch bei seinen Gesprächen mit dem Außen- und dem Verteidigungsminister am Vortag, darauf hin, dass die EU-Mission einen neutralen Charakter habe. Die in Aussicht gestellte Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet beinhaltet laut Jungs Sprecher keine Verlängerung der EU-Militärmission im Kongo. (APA/AP)

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    Der deutsche Verteidigungsminister Franz Josef Jung während seines Besuches in Kinshasa.

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