Osim erhielt von Sturm 20.000 Euro

17. Juli 2006, 10:39
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Ratenzahlung vereinbart - Unterzeichnung am kommenden Montag, ansonsten droht neuerlicher Konkursantrag

Graz - Der Konkursantrag von Ex-Sturm Graz-Trainer Ivica Osim gegen seinen früheren Fußball-Verein dürfte vorerst abgewendet sein. Wie Osim-Anwältin Doris Braun von der Grazer Anwaltskanzlei Held Berdnik Astner & Partner" am Mittwoch gegenüber der APA - Austria Presse Agentur bestätigte, sei eine Ratenzahlung von rund 20.000 Euro eingegangen. Eine Ratenvereinbarung solle am kommenden Montag von Sturm-Präsident Hannes Kartnig und einem weiteren Spitzenfunktionär unterfertigt werden.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass die Rechtsvertretung von Osim einen Konkursantrag gegen Sturm Graz vorbereite, weil das ihm zustehende Geld aus einem Gerichtstitel noch nicht geflossen sei. Kapital und Zinsen von rund 245.000 Euro seien noch offen, hatte es geheißen. Das rechtskräftige Urteil gegen Sturm-Präsident Hannes Kartnig wegen Mobbing und Beleidigung sei seit drei Monaten da, Sturm hätte zweimal die Möglichkeit einer Ratenzahlung gehabt, aber es sei nichts passiert, erläuterte die Rechtsanwältin.

Nun ist es doch zu einer vorläufigen Einigung gekommen. "20.000 Euro sind unwiderruflich angewiesen worden", so Braun. Am Montag werde dann eine Ratenvereinbarung unterzeichnet, über deren Inhalt sie nichts näheres sagen wolle. Der Zeitpunkt der Unterzeichnung verzögere sich, weil Kartnig im Ausland weile und nach den Satzungen von Sturm mindestens zwei Spitzenfunktionäre eine solche Vereinbarung unterzeichnen müssen.

Braun erklärte allerdings auch, dass bei einer Nichtunterzeichnung der Ratenvereinbarung am Dienstag kommender Woche ein Konkursantrag gegen Sturm Graz gestellt werde.

Im steiermärkischen Landtag war am Dienstagabend die von der Landesregierung zugesagte Übernahme einer Haftung in der Höhe von je 1,2 Mio. Euro für den GAK und den SK Sturm beschlossen worden. Zuvor hatte der steirische Grünen-Abgeordnete Peter Hagenauer die Ablehnung seiner Partei gegenüber den Haftungsübernahmen deponiert. Geld wurde von Mittel für die Jugendförderung umgewidmet - "um Löcher zu stopfen, die ein gewisser Präsident (Sturm-Boss Hannes Kartnig, Anm.) gerissen hat". Auch die KPÖ sprach sich zwar "für den Sport und tolle Leistungen, aber gegen den leichtfertigen Umgang mit Steuergeldern" aus. (APA)

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