4. Juli 2006, 19:33
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Die "Salzburger Nachrichten" wollen unter ihrem neuen Chefredakteur Manfred Perterer aktueller und "aktiver" werden: "Wir wollen künftig mehr agieren statt reagieren", kündigte Perterer an. Veränderungen gibt es daher sowohl bei den Redaktionszeiten als auch im personellen Bereich. In Planung ist außerdem eine neue Wochenendbeilage, die ab Spätherbst erscheinen und sich der Politik sowie den "schönen Dingen des Lebens" widmen soll.

Aktueller durch geänderte Redaktionszeiten

Um "noch aktueller" zu sein, verlegen die SN ihren Redaktionsschluss nach hinten. Mutationen werden in Salzburg künftig bis 24 Uhr möglich sein. Außerdem hat das Blatt einen Frühdienst eingeführt, um Themen früher zu planen und zu lancieren und nicht erst am Nachmittag auf Ereignisse zu reagieren.

Redaktion wird umgestellt

Personelle Neuerungen gibt es vor allem in der politischen Berichterstattung, die weiter ausgebaut wird: Ab sofort wird das Team durch Inge Baldinger und Maria Zimmermann verstärkt. Sylvia Wörgetter ist neue Stellvertreterin von Ressortleiter Andreas Koller. Auch das Wirtschaftsressort bekommt Zuwachs, nämlich von Veronika Gasser, bisher bei der "Wiener Zeitung" tätig, und Karin Zauner, die aus der Lokalredaktion der SN wechselt. Fritz Peßl kehrt hingegen der Wirtschaft den Rücken zu und ist künftig in der Chronik zu finden. Norbert Lublasser, bisher Chef vom Dienst, ist mit der Planung der neuen Wochenendbeilage beauftragt.

"Wohlfühl-, Live-Style- und Freizeitthemen"

Mit der Wochenendbeilage "wollen wir die politische Diskussion über aktuelle Ereignisse stärker forcieren", so Perterer. Außerdem sollen Wohlfühl-, Live-Style- und Freizeitthemen behandelt werden. Ein Erscheinungsdatum ist noch nicht fixiert - geplant ist der Spätherbst.

"Sehen Fellnerzeitung gelassen entgegen"

Einen Zusammenhang zwischen den Neuerungen bei den SN und dem für September geplanten Fellner-Blatt "Österreich", sieht der Nachfolger von Ex-Chefredakteur Ronald Barazon nicht: "Wir sehen der Fellnerzeitung gelassen entgegen", so Perterer. "Wir schauen uns erst einmal an, was die überhaupt machen, dann können wir gegebenenfalls reagieren." (APA)

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    SN-Chefredakteur Manfred Perterer zum Fellner-Blatt: "Wir schauen uns erst einmal an, was die überhaupt machen, dann können wir gegebenenfalls reagieren."

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