Problembär-Nachruf und Gusenbauer-Bio: SPÖ-Homepage für Jugendliche

12. Juli 2006, 10:26
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Gusenbauer: Wahlauseinandersetzung soll "Spaß machen"

Neoliberalismus in Lateinamerika, die Lebensgeschichte von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer und das tragische Schicksal eines Problembären: Mit großer Themenvielfalt soll ab sofort die Internet-Seite www.unterfreunden.at junge potenzielle SPÖ-Wähler ansprechen. "Nachdem eine Wahlauseinandersetzung auch Spaß machen soll, ist es wichtig, dass Jugendkultur dabei den geeigneten Platz findet", so Gusenbauer bei der Präsentation am Dienstag.

Alles, was das junge Herz begehrt, findet sich unter der neuen Domain, die auch nach der Wahl weiter betreut werden soll. So können etwa Nachwuchsbands ihre Lieder zum Herunterladen zur Verfügung stellen, Kino-Tipps finden sich genauso unter der Adresse, wie ein Gratis-SMS-Dienst. Aber nicht nur Service und Interaktivität soll laut Gusenbauer die von der Agentur "Albertinaplatz / mind factory studios" gestaltete Seite bieten, "es geht auch um politische Information". So findet sich darauf ein selbstverfasster Lebenslauf des SPÖ-Vorsitzenden oder auch die Geschichte der SPÖ. International wird es beim "Südamerika-Special", das einen Blick auf die Schattenseiten neoliberalen Regierens bieten soll.

Die Themen, die auch in einem Forum diskutiert werden können, repräsentieren das Wahlprogramm der SPÖ: So findet sich unter "Lehre und Beruf" etwa der "3-Stufenplan der SPÖ für eine moderne Schule", wie ein "zukunftsfähiger Sozialstaat" funktionieren könnte, lässt sich im Kapitel "Soziales und Gesundheit" nachschlagen. Weitere Bereiche: "Frauen", "Umwelt", "Europa" und das "Thema der Woche" mit dem tragischen Beginn: "JJ1 alias Bruno ist tot".

Neben Links zu diversen SPÖ-Vorfeldorganisationen findet sich auf der Seite auch der Verweis auf http:www.scherzerl.at, wo die Satire regiert. So können von dort so genannte E-Cards mit Regierungskritischen Cartoons versendet werden, von Gugging über die Eurofighter bis zu einer eventuellen rot-grünen Koalition.

Für Aufregung hat die neue SPÖ-Homepage bereits bei der ÖVP gesorgt: Mit ihren vielen Plattformen wisse man bei den Jungen Roten nicht einmal mehr, wer der eigentliche Ansprechpartner sei, wetterte Jugendsprecherin Silvia Fuhrmann in einer Aussendung. (APA)

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