Fair Play?

4. Juli 2006, 13:44
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Attac veranstaltet eine Podiumsdiskussion über die neoliberale Globalisierung im Fußball - Mit Fimvorführung

Neoliberalismus macht auch vor Sport nicht halt: Zunehmende Kommerzialisierung machen Fußballer zu den Popstars von heute, getrieben von weltweit agierenden "Fußballkonzernen". Dabei werden die üblichen neoliberalen Strategien verfolgt: Die marktkonforme Produktion eines Stars verlangt billige Talente meist aus afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern.

Viele werden nach Europa geholt, wobei nur ein Bruchteil auch zu Fußballprofis wird. Der Rest muß ein illegalisiertes MigrantInnen-Dasein fristen. Gleichzeitig benutzen andere transnationale Konzerne aus der Freizeit- und Sportbekleidungsindustrie den Fußball als Vehikel um ihre Produkte auf globalen Märkten abzusetzen. Dass der Großteil dieser Waren unter menschenverachtenden Bedingungen für Hungerlöhne produziert werden, passt so gar nicht zum sportlichen "Fair-Play" Geist und wird daher tunlichst unterschlagen.

Es diskutieren:

  • Martin Blumenau (Journalist, FM4)
  • Gerald Hödl (Historiker, Universität Wien)
  • Rosa Diketmüller (Sportpädagogin, Universität Wien)
  • Alexandra Strickner (Ökonomin, Attac Österreich)
  • Franzobel (Philosoph) angefragt
  • Marlene Streeruwitz (Schriftstellerin) angefragt

    Anschließend wird der Film "Sold Out - Von der Straße ins Stadion" (Ö 2002, 24 min.) gezeigt.

    Zeit und Ort
    6. Juli 2006, 19:00
    Europasaal
    Türkenstraße 25, 1090 Wien
    (red)

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