Dutzende Tote in Indien nach Regenfällen und Überschwemmungen

5. Juli 2006, 19:29
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Einsatzkräfte suchen nach Vermisste

Nach schweren Regenfällen in Indien sind in der Nacht auf Dienstag dutzende Menschen bei Erdrutschen und Überschwemmungen ums Leben gekommen. Mindestens 22 Menschen wurden nach offiziellen Angaben in den östlichen Bundesstaaten Orissa und Jharkhand getötet. Neun der Opfer seien ertrunken, als ihr Boot auf dem Fluss Kanhar kenterte.

Einsatzkräfte suchten zudem mehrere vermisste Menschen im benachbarten Bundesstaat Westbengalen. Neben den 22 Opfern im Osten des Landes kamen zwei Menschen im südlichen Bundesstaat Andhra Pradesh ums Leben, wo hunderte von Dörfern überflutet wurden.

Evakuierungen

Hubschrauber flogen über den betroffenen Gebieten und warfen Nahrungsmittel und Medikamente ab. Zudem brachten sie Menschen in Sicherheit, die auf den Dächern ihrer überfluteten Häuser auf Rettung warteten. Eingeschlossene Dörfer mit etwa 15.000 Einwohnern wurden evakuiert.

In der Finanzmetropole Bombay kam wegen der starken Regenfälle das öffentliche Leben den zweiten Tag in Folge an vielen Stellen zum Erliegen. Das mehr als 150 Jahre alte Kanalsystem der Stadt konnte die Unmengen an Wasser nicht aufnehmen. Allein in den vergangenen 24 Stunden fielen etwa 10 Zentimeter Regen. In einigen Stadtvierteln der reichsten Stadt des Landes stand das Hochwasser den Einwohnern bis zu den Knien. Meteorologen sagten weitere Regenfälle für die Gegend voraus.

Im vergangenen Juli waren bei ebenfalls heftigen Monsunregenfällen und Überschwemmungen hunderte Menschen in und um Bombay getötet worden. (APA/Reuters)

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