Deutsche Autobauer reüssieren in den USA

4. Juli 2006, 12:32
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Volkswagen, Porsche und Mercedes-Benz steigerten auf dem weltweit größten Automobilmarkt ihre Verkäufe

Frankfurt - Die deutschen Autohersteller haben im Juni ihre Absatzerfolge in den USA mit kräftigen Zuwächsen fortgesetzt. Volkswagen, Porsche und Mercedes-Benz steigerten auf dem weltweit größten Automobilmarkt ihre Verkäufe um bis zu 13 Prozent. Amerikanische Hersteller wie Chrysler und Ford gaben am Montagabend (MESZ) hingegen deutliche Rückgänge bekannt.

Deutliche Zuwächse

Der Autobauer BMW hat im Juni in den USA 2,7 Prozent mehr Fahrzeuge ausgeliefert als ein Jahr zuvor. Insgesamt setzte BMW damit 27.735 Stück ab, wie die Gesellschaft am Montagabend mitteilte. Im ersten Halbjahr steigerte der Hersteller den Absatz auf dem US-amerikanischen Markt um 8,6 Prozent auf 157.246 Fahrzeuge. Als größter deutscher Autokonzern erzielte Volkswagen dank der starken Nachfrage nach den Modellen Jetta, Golf und Passat im vergangenen Monat mit 20.121 verkauften Fahrzeugen ein Plus von 5,5 Prozent. Die VW-Tochter Audi steigerte den Absatz sogar um neun Prozent auf 8.039 Fahrzeuge.

Noch besser schnitt der Sportwagenhersteller Porsche ab, der erneut von den Erfolgen der Baureihen 911 und Boxster profitierte und in Nordamerika die Verkäufe um 10,4 Prozent auf 3.058 Autos steigerte. Der Luxuswagenproduzent Mercedes-Benz kam sogar auf ein Plus von 14 Prozent auf 20.802 Wagen.

Einbruch bei Chrysler

Der US-Schwesterkonzern Chrysler dagegen musste einen Einbruch hinnehmen. Er verkaufte mit 185.946 Fahrzeugen 15 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Chrysler leidet insbesondere unter einer schwachen Nachfrage nach dem Kleintransporter Dodge und Jeep-Fahrzeugen trotz hoher Preisnachlässe. Um den sinkenden Verkaufszahlen entgegenzusteuern, attackiert DaimlerChrysler die Konkurrenz derzeit mit deutlich höheren Rabatten. Dem Trend zu rückläufigen Absatzzahlen auf dem Heimatmarkt folgt auch der zweitgrößte US-Hersteller Ford, der einen Einbruch um sieben Prozent auf 269.404 Fahrzeuge verzeichnete.

Hingegen stiegen asiatische Marken weiter in der Gunst der Kunden. Die japanische Toyota verkaufte 223.018 Autos, 14,4 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die koreanische Hyundai kam auf ein Plus von 3,4 Prozent auf 44.508 Autos. (APA/Reuters)

  • Während deutsche Automarken weitere Absatzzuwächse in den USA verzeichnen, kämpfen amerikanische Hersteller wie Chrysler und Ford mit deutlichen Rückgängen.
    foto: standard/vw

    Während deutsche Automarken weitere Absatzzuwächse in den USA verzeichnen, kämpfen amerikanische Hersteller wie Chrysler und Ford mit deutlichen Rückgängen.

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