Hohe Zuwächse beim Verbrauch

3. Juli 2006, 19:47
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Nachwachsende Rohstoffe können Versorgung sichern helfen

Wien - Die hohen Öl- und Gaspreise bieten die Chance für erneuerbare Energien und ein neues Energiesystem, sind sich die Experten einig. Ob diese jedoch auch das Potenzial haben, fossile Energieträger (fast ganz) zu ersetzen, darüber wird heftig gestritten.

Beim Österreichischen Biomasse-Verband sieht man vor allem die prognostizierten Zuwächse beim Energieverbrauch, der die Zuwächse bei erneuerbaren Energien quasi wieder auffrisst. Denn Berechnungen des Verbandes zufolge wird der Energieverbrauch bis zum Jahr 2020 um 19 Prozent steigen und der dann höhere Anteil an erneuerbaren Energien auch nur bei 23,5 Prozent (derzeit: 21,25 Prozent) liegen.

Plädoyer für einheitliches Fördersystem

Deshalb, so das Credo der Energieexperten, müsse ein neues, umweltfreundlicheres System nicht nur auf nachwachsenden/erneuerbaren Energien aufsetzen, sondern noch ein Bündel von Maßnahmen beinhalten: Der Biomasse-Verband plädiert für ein verbessertes, einheitliches Förderprogramm, um den Umstieg privater Haushalte und kleiner Gewerbetriebe auf erneuerbare Energien zu beschleunigen. Außerdem sollten Wohnbauförderungsmittel für Einfamilien- und Geschoßwohnhäuser nur mehr dann vergeben werden, wenn diese Gebäude an Fernwärme angeschlossen sind oder Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien installiert werden. Die Verwendung von Öl, Gas, Strom oder Wärmepumpen als Heizsystem sollte ein Ausschließungsgrund für eine Förderung sein. (ruz, DER STANDARD Printausgabe, 04.07.2006)

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