NÖ: Nach Todesfall Zweifel an Notarztwesen

4. Juli 2006, 23:15
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Erste Vorerhebungen nach dem Tod der vierjährigen Jacqueline gestartet

St. Pölten - Mit ersten Einvernahmen starteten am Montag in Wiener Neustadt die Vorerhebungen nach dem Tod der vierjährigen Jacqueline. Zwei Tage nach einer Mandeloperation hatte das Mädchen am Donnerstag aus dem Mund zu bluten begonnen. Weder ein ortsansässiger Arzt, noch ein Rettungs-, ein Notarztwagen und ein Nothubschrauber, die - von der NÖ-Rettungsleitstelle Lebig alarmiert - einer nach den anderen am Ort der Geschehens eintrafen, konnten ihr helfen.

Zu diesen "tragischen Vorkommnissen"könne er nichts sagen, fest stehe jedoch, dass das Lebig-Abfrageschema in Notfällen immer noch seine Schwächen habe, meint Kurt Nordberg, Chef der Flugrettung. Auch in Routinefällen würden Notarztwägen losgeschickt"- Fehlfahrten, die die ohnehin angespannte Finanzlage zusätzlich belasteten.

Die Lebig-Einsatzregeln könnten weitaus druckfreier gestaltet werden, wenn "Finanzen und Aufgabenverteiligung nicht mehr getrennt"wären,"heißt es dazu von Seiten der Landesgrünen. Den Plänen von Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka (VP), die Administration von Lebig ab Herbst zu übernehmen, stehen sie daher - wie die SP auch - positiv gegenüber. (bri, DER STANDARD-Printausgabe, 04.07.2006)

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