Bullen: Zwei Mille Spielertransfer-Schaden

17. Juli 2006, 11:50
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Mateschitz bringt im Rechtsstreit mit Ex-Trainer Jara Klagebeantwortung ein - Streit um Dienstwagen

Salzburg - Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz, der vom entlassenen Fußball-Trainer Kurt Jara wegen Kreditschädigung geklagt worden ist, hat heute, Montag, die Klagebeantwortung beim Landesgericht Salzburg eingebracht. Das bestätigte Red-Bull-Anwalt Reinhard Ratschiller auf Anfrage. Details wollte er nicht bekannt geben, nur so viel: Die Schadenssumme, die dem Konzern bei Spielertransfers entstanden sei, liege bei mehr als zwei Millionen Euro.

"Es wird aber nicht behauptet, dass Jara selbst Geld eingesteckt hat", betonte Ratschiller. Das Dienstauto, einen Audi A 8, hätte der Trainer seit seiner fristlosen Entlassung am 3. Juni zwar zurückgeben sollen, "er fährt aber immer noch damit". Ob das rechtens sei, müsste nun das Gericht entscheiden.

Nicht Gegenstand von Jaras Klage sind Gehaltsforderungen von 100.000 Euro Netto. "Die hätte er noch zu kriegen, die Summe wurde aber mit der Schadenshöhe gegenverrechnet", konterte Ratschiller.

Wie berichtet, hatte Kurt Jara zwei Verfahren gegen den Vizemeister angestrengt. Einerseits bekämpft der 55-Jährige seine Entlassung beim Salzburger Arbeits- und Sozialgericht. Der Prozess wurde vergangenen Donnerstag vertagt. Red Bull muss die Vorwürfe an Jara, es habe Ungereimtheiten bei Spielertransfers gegeben, noch konkretisieren, hieß es. Die zweite Klage wurde beim Landesgericht Salzburg wegen Kreditschädigung eingebracht. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. (APA)

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