Peretz macht Syrien für Wohl des entführten Soldaten verantwortlich

4. Juli 2006, 18:12
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Israels Vizepremier: "Assad soll endlich die Augen öffnen"

Jerusalem - Der israelische Verteidigungsminister und stellvertretende Ministerpräsident Amir Peretz will Syrien zur Rechenschaft ziehen, falls dem von palästinensischen Extremisten verschleppten Soldaten Gilad Shalit etwas zustoßen sollte. Für die Entführung sei die Hamas-Spitze in Damaskus verantwortlich, und die Regierung in Damaskus sei mitverantwortlich, weil sie der Hamas Unterschlupf gewähre, sagte Peretz am Montag in Jerusalem. "Wir wissen, wie wir diejenigen treffen können, die an der Entführung von Gilad beteiligt sind", fügte er hinzu.

Damaskus ist die Basis des Hamas-Führers Khaled Mashaal (Meshaal, Mechaal). Eben deshalb sollte der syrische Präsident Bashar al-Assad "endlich die Augen öffnen" und seine Mitverantwortung erkennen, forderte der israelische Vizepremier. In der vergangenen Woche flogen bereits israelische Kampfflugzeuge über die Sommerresidenz Assads am Mittelmeer hinweg.

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hatte erklärt, Uneinigkeit innerhalb der Hamas behindere die Bemühungen um eine Freilassung Shalits. Die politische Führung im Ausland unter Mashaal und der militärische Flügel "Brigaden Ezzedin al-Kassam" im Gaza-Streifen sprächen sich gegenseitig die Entscheidungsbefugnis zu, Ministerpräsident "Ismail Haniyeh scheint in dieser Hinsicht nichts zu sagen zu haben", hatte Abbas erklärt. (APA/AP)

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