Zahl der Toten auf 41 gestiegen

4. Juli 2006, 16:43
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47 Verletzte - Zwei Waggons entgleist und umgekippt - Weitere Tote nicht auszuschließen

Nach dem schweren U-Bahn-Unglück im ostspanischen Valencia ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 41 gestiegen. Unter ihnen sei mindestens ein ausländischer Staatsbürger, erklärten Rot-Kreuz-Mitarbeiter am Dienstag. Nach Angaben des Justizministeriums kam auch der Fahrer der U-Bahn ums Leben. Von den 47 Verletzten wurden zwölf in Krankenhäusern behandelt, zwei von ihnen befanden sich in kritischem Zustand.

Weitere Tote nicht auszuschließen

Bergungsteams wollten am Dienstag versuchen, die U-Bahn von den Gleisen zu heben, wie Justizministerin Rosa Sanchez mitteilte. Es sei nicht auszuschließen, dass dabei noch weitere Tote gefunden würden. Die U-Bahn der Linie 1 fuhr nach Behördenangaben mit überhöhter Geschwindigkeit, wodurch ein Rad brach und den Zug zum Entgleisen brachte. Spanische Medien berichteten unter Berufung auf die Ermittler, auch eine einstürzende Tunnelwand könnte das Unglück ausgelöst haben.

Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero brach seine Indien-Reise ab und wollte am Dienstagabend an einem Trauergottesdienst für die Opfer teilnehmen. Auch König Juan Carlos und Königin Sofia wurden zu der Messe in Valencia erwartet.

Auf der Strecke der Linie 1 hatte sich erst im September ein schwerer Unfall ereignet: Beim Zusammenstoß von drei Bahnen wurden damals 30 Menschen verletzt. (APA)

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    Rund 150 Menschen mussten aus der U-Bahn-Station evakuiert werden.

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    Das U-Bahnnetz von Valencia mit den Stationen Jesús und Patraix, zwischen denen sich das Unglück ereignete.

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