Österreichs Nahost-Exporte um 36 Prozent gestiegen

18. Juli 2006, 15:47
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Neuer Handelsdelegierter in Abu Dhabi: Wolfgang Penzias löst Nikolaus Seiwald ab

Wien - Die österreichischen Ausfuhren in den Nahen und Mittleren Osten stiegen im Zeitraum Jänner bis April um 36,4 Prozent auf 585 Mio. Euro und lagen damit deutlich über dem Anstieg der Gesamtexporte (+12,2 Prozent). Das teilte die Wirtschaftskammer Österreich heute, Montag, mit. Die Ausfuhren in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) - den neben Saudi-Arabien wichtigsten Exportmarkt Österreichs im Nahen Osten - legten sogar um 55,8 Prozent zu.

Speziell im soeben um Kuwait und Bahrain erweiterten Betreuungsbereich der Außenhandelsstelle Abu Dhabi, zu dem außerdem die VAE, Oman und Katar zählen, stiegen die österreichischen Exporte im Zeitraum Jänner bis April 2006 um 54,4 Prozent auf 214,5 Mio Euro. Im ebenfalls von der Außenhandelsstelle Abu Dhabi betreuten Pakistan wurde ein Anstieg um 78,3 Prozent auf 43,7 Mio. Euro verzeichnet.

Der bisherige Handelsdelegierte in Abu Dhabi, Nikolaus Seiwald, der mit Anfang Juli die Außenhandelsstelle in Prag übernimmt, führt diese Entwicklung auf den ständig steigenden Bedarf im Bereich Bauwesen, Konsumgüter aber auch Industrieanlagen zurück: "Im Sog der Entwicklung der Öl- und Gasindustrie wird die Golfregion immer mehr als Industriestandort entdeckt. Es wird erwartet, dass dieser positive Trend weiter anhält", heißt es in der Mitteilung. Neuer Leiter der Handelsstelle in Abu Dhabi ist ab 5. Juli 2006 der Asien-Experte Wolfgang Penzias.

Die Außenwirtschaft Österreich plant in den nächsten zwölf Monaten 12 Gruppenausstellungen bei Messen oder Wirtschaftsmissionen in der Region. Derzeit gibt es in den VAE rund 70 Niederlassungen österreichischer Unternehmen. Laut Einschätzung Penzias sollten 2007 bereits 100 österreichische Unternehmen über eine eigene Niederlassung in den Vereinten Arabischen Emiraten verfügen. (APA)

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