"Den hau ich in Stücke"

5. Juli 2006, 17:40
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Wayne Rooney und Cri­stiano Ronaldo werden keine Freunde mehr: Eng­länder droht ManU-Kollegen wegen dessen Rolle bei seinem Ausschluss Prügel an

Manchester - Sein Tor zum 3:1 im Elfmeterschießen des WM-Viertelfinales schickte die englische Elf nach Hause. In seiner Heimat Portugal als Held gefeiert, drohen dem für Manchester United spielenden Cristiano Ronaldo auf der Insel nun raue Zeiten. "Verbannt Cristiano Ronaldo aus unserem Land", erklärte der "Sunday Mirror" den Mann kurzerhand zur unerwünschten Person.

Der 21-Jährige, der schon seit Wochen öffentlich mit einem Wechsel zu Real Madrid liebäugelt, erboste die Engländer aber nicht etwa mit seinem Elfer-Tor, sondern mit seinem Verhalten beim Ausschluss von Wayne Rooney. War er es doch, der nach dem Tritt von Rooney gegen Ricardo Carvalho beim Schiedsrichter intervenierte und eine Kartung verlangte.

Als der geladene Rooney den Portugiesen daraufhin wegschubste, zückte der argentinische Unparteiische Rot. Woraufhin Ronaldo seinen Kollegen zugezwinkert haben soll, was bei englischen Fans den Verdacht nährte, er habe sich für die Rote Karte stark gemacht. Ronaldo indessen bestreitet dies und erklärte, es tue ihm "sehr Leid" für Rooney.

Den aber ficht dies offenbar nicht an. Er plane, den ManU-Kollegen bei nächster Gelegenheit "in zwei Stücke zu hauen und eine auf den Kopf zu schlagen." So berichtet es am Montag die "Sun" unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte "hochrangigen Quelle" aus dem englischen Verband. Wayne wolle die Angelegenheit auf seine Weise lösen, sprudelte die Quelle weiter. Angeblich habe Ronaldo bereits vor dem Anpfiff zu Rooney gesagt, er würde dafür sorgen, dass dieser ausgeschlossen würde - scherzhaft, wie der 20-Jährige annahm. Auch Steven Gerrard und Frank Lampard äußerten sich abfällig über den Portugiesen.

Den hält aber offenbar ohnehin nicht mehr viel in England. In einer spanischen Zeitung räumte er bereits ein, er würde lieber für Real Madrid spielen. "Das ist wahr", antwortete er auf die Frage nach entsprechenden Berichten. (APA/AP/red)

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    Cristiano Ronaldo ist dabei, einen neuen Freund zu gewinnen.

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