Greenpeace: Bis zu 15 Prozent mehr Schadstoffe

3. Juli 2006, 12:42
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Akzeptanz zurückgegangen - Aktivisten schenkten Verkehrsminister Gorbach eine Spielzeugautobahn

Wien - Greenpeace hat am Montag eine Bilanz zu zwei Monaten Tempo 160 auf der Kärntner Tauernautobahn gezogen. Die Schadstoffemissionen auf der Teststrecke seien nach Schätzungen der Umweltschutzorganisation um zehn bis 15 Prozent gestiegen - die Akzeptanz in der Bevölkerung sei zurückgegangen, sagte Jurrien Westerhof, Verkehrssprecher von Greenpeace, in Wien.

Die meisten Autofahrer seien auf dem zwölf Kilometer langen Abschnitt zwischen Spittal/Drau und Paternion mit 130 bis 140 Stundenkilometern unterwegs gewesen. Das hat laut Greenpeace- Schätzungen die CO2-Emissionen (plus zehn Prozent) und den Feinstaub- (plus 14 Prozent) sowie Stickoxid-Ausstoß (plus zwölf Prozent) steigen lassen. Hätte der gesamte Verkehr Tempo 160 ausgenützt, wären zwischen 30 und 40 Prozent mehr Schadstoffe in die Luft gelangt, so die Umweltschutzorganisation.

"Akzeptanz zurückgegangen"

"Die Akzeptanz ist im Laufe der Testphase zurückgegangen", sagte Westerhof. Im Oktober 2005 sprachen sich laut OGM-Umfrage 58 Prozent gegen Tempo 160 aus. Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie habe im Mai ergeben, dass 63 Prozent die Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen ablehnen. "Wir rechnen damit, dass es keine weiteren Teststrecken geben wird", so das Fazit des Verkehrssprechers.

Greenpeace kritisierte, dass vom Verkehrsministerium im Vorfeld keine Kriterien für den Tempo 160-Test festgelegt worden seien. Positiv bewertete die Umweltschutzorganisation automatische Tempobeeinflussungsanlagen in Kombination mit der Section Control, wie sie auf der Teststrecke installiert waren. (APA)

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    Greenpeace-Verkehrssprecher Jurrien Westerhof und Monika Hubik während der Pressekonferenz mit dem Abschiedsgeschenk einer Autorennbahn für Vizekanzler Hubert Gorbach.

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