Arbeitslosenquote in der EU gefallen

27. Juli 2006, 20:00
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Die Quote lag in der Eurozone im Mai bei 7,9 Prozent, nach acht Prozent im April - Jugendarbeitslosigkeit weiter hoch

Brüssel/Wien (APA) - Die Arbeitslosenrate in der EU ist im Mai 2006 weiter gefallen. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte, lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Eurozone im Mai bei 7,9 Prozent, nach 8,0 Prozent im April. Im Mai 2005 hatte sie 8,7 Prozent betragen. Die Arbeitslosenquote für die EU-25 betrug im Mai 2006 8,2 Prozent und war damit unverändert im Vergleich zum April. Im Mai 2005 hatte sie 8,8 Prozent betragen.

Die niedrigsten Quoten verzeichneten im Mai 2006 Dänemark und die Niederlande (beide 3,9 Prozent), Irland (4,3 Prozent) und Luxemburg (4,7 Prozent). Die höchsten Arbeitslosenquoten meldeten Polen (16,4 Prozent), die Slowakei (15,5 Prozent), Griechenland (9,6 Prozent im vierten Quartal 2005), Frankreich (8,8 Prozent) und Belgien (8,4 Prozent).

11,5 Millionen ohne Arbeit

In absoluten Zahlen waren laut Eurostat-Schätzungen im Mai 2006 in der Eurozone insgesamt 11,5 Millionen Menschen arbeitslos. In der gesamten EU waren rund 17,8 Millionen Menschen ohne Arbeit. Dabei handelt es sich um saisonbereinigte Zahlen, die nach den ILO-Kriterien erstellt wurden. In den USA lag die Arbeitslosenquote im Mai 2006 bei 4,6 Prozent, in Japan bei 4,0 Prozent.

In Österreich blieb die Arbeitslosenquote im Mai nach EU-Berechnung im Mai gegenüber dem Vormonat unverändert bei 4,9 Prozent. Niedriger war die Arbeitslosigkeit nur in Dänemark, den Niederlanden, Irland und Luxemburg. Siebzehn EU-Mitgliedstaaten verzeichneten über ein Jahr betrachtet einen Rückgang der Arbeitslosenquote, in sieben stieg sie an. Der stärkste relative Rückgang wurde in Estland (von 8,2 Prozent auf 4,9 Prozent), Litauen (von 8,7 auf 5,6 Prozent), Dänemark (von 5,2 auf 3,9 Prozent) und den Niederlanden (von 4,8 auf 3,9 Prozent) beobachtet. Den stärksten relativen Anstieg verzeichneten Malta (von 7,2 auf 8,3 Prozent), das Vereinigte Königreich (von 4,6 Prozent im März 2005 auf 5,2 Prozent im März 2006), Zypern (von 5,1 Prozent im März 2005 auf 5,5 Prozent im März 2006), Slowenien (von 6,2 auf 6,5 Prozent) und Luxemburg (von 4,5 auf 4,7 Prozent).

Vergleicht man den Mai 2005 mit dem Mai 2006, so sank die Arbeitslosenquote der Männer in der Eurozone von 7,5 Prozent auf 6,9 Prozent und in der EU-25 von 8,0 auf 7,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote der Frauen verringerte sich in der Eurozone von 10,1 auf 9,2 Prozent und in der EU-25 von 9,9 auf 9,2 Prozent.

Jugendarbeitslosigkeit weiter hoch

Rückläufig, aber nach wie vor sehr hoch ist die Jugendarbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote für unter 25-Jährige lag im Mai 2006 in der Eurozone bei 16,7 Prozent und in der EU-25 bei 17,7 Prozent. Im Mai 2005 hatte sie 17,7 Prozent bzw. 18,7 Prozent betragen. Die niedrigsten Quoten für die unter 25-Jährigen wurden in den Niederlanden (5,9 Prozent), in Dänemark (7,5 Prozent) in Irland (9,0 Prozent) und in Österreich (9,6 Prozent) verzeichnet, die höchsten in Polen (33,3 Prozent), der Slowakei (29,7 Prozent) und in Griechenland (26,4 Prozent im vierten Quartal 2005). (APA)

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    foto: epa/bednarczyk
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