NÖ zieht es nach Bulgarien

27. Juli 2006, 14:21
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Das Land Niederösterreich denkt an eine Niederlassung in Bulgarien - LH Pröll setzt auf "Internationalisierung"

Sofia - Das Land Niederösterreich, das eigenständige Büros bereits in Preßburg, Prag, Budapest und Warschau betreibt, denkt an eine weitere Niederlassung in Bulgarien. Das ist ein Ergebnis eines Arbeitsgesprächs, das Landeshauptmann Erwin Pröll am Montag in Sofia mit der Gouverneurin der Region Stara Zagora, Maria Neikowa Kanewa, geführt hat. Eine endgültige Entscheidung werde in den kommenden Monaten fallen.

Pröll hatte es bereits Ende September vergangenen Jahres als "selbstverständlich" bezeichnet, den wirtschaftlichen Austausch mit Bulgarien zu pflegen. Anlass damals war die offizielle Eröffnung des EVN-Büros in Sofia. Der niederösterreichische Energieversorger hatte bekanntlich zwei Stromverteilungsunternehmen im Südosten des Landes erworben.

Gute Grundlage

Das Engagement in der Energiepolitik sei eine gute Grundlage für die Intensivierung der politischen Zusammenarbeit, sagte Pröll am Montag. Gerade im Hinblick au den bevorstehenden EU-Beitritt Bulgariens sei es wichtig, "frühzeitig Kontakte zu knüpfen". Im Zusammenhang mit der angedachten Einrichtung einer weiteren NÖ"Außenstelle" verwies Pröll auf das Interesse niederösterreichischer KMU an wirtschaftlichen Engagements in Bulgarien. Diesen Unternehmen solle der Einstieg "so sicher und leicht wie möglich" gemacht werden. Gleichzeitig gehe es um eine "Internationalisierung Niederösterreichs".

"Ob, wann und wo" eine Niederlassung eröffnet wird, werde in Gesprächen mit der NÖ Wirtschaftsagentur ecoplus geklärt, betonte der Landeshauptmann. Die Signale würden eher "auf grün" stehen. Wie bei den "Außenstellen" in Prag (seit Jänner 2004), Preßburg und Budapest (jeweils im Mai 2004 eröffnet) und Warschau (April 2005) wolle das Land "bestehende Infrastruktur" nützen. In Bulgarien könnte das bei der EVN der Fall sein.

Auch ENV-Vorstandsdirektor Peter Layr verwies in Sofia auf "Initiativen niederösterreichischer Betriebe, sich in Bulgarien anzusiedeln". Es handle sich dabei vor allem um Unternehmen, die für die Energieversorger arbeiten. (APA)

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    foto: standard/hendrich
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