Tamilen-Rebellen stellen EU-Beobachtern Ultimatum

3. Juli 2006, 10:47
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Beobachter ultimativ zum Verlassen des Landes aufgefordert - Neuer Bombenanschlag: Drei Tote

Kilinochi - Die tamilische Rebellenorganisation "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE) in Sri Lanka hat die EU-Beobachter ultimativ zum Verlassen des Landes aufgefordert. Die EU-Vertreter aus Dänemark, Schweden und Finnland müssten Sri Lanka bis zum 1. September verlassen, sagte LTTE-Anführer S. P. Thamilselvan am Montag. 37 der insgesamt 57 skandinavischen Waffenstillstandsbeobachter seien "parteiisch". Die LTTE war von der Europäischen Union Ende Mai auf die Liste terroristischer Organisationen gesetzt worden. Bereits im Juni hatte die LTTE gefordert, die EU-Beobachter müssten Sri Lanka binnen eines Monats verlassen.

Neuer Bombenanschlag: Drei Tote

Bei einem Bombenanschlag sind indessen mindestens drei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden. An einem Kontrollpunkt bei der Stadt Trincomalee im Nordosten des Landes habe ein Sprengsatz mindestens zwei Polizisten und einen Zivilisten getötet sowie zwei Soldaten verletzt, sagte ein Armeesprecher.

Die LTTE kämpft seit 1972 für die Unabhängigkeit der von der tamilischen Minderheit bewohnten Gebiete im Norden und Osten des Inselstaates. Unter Vermittlung Norwegens einigten sich die LTTE und die Regierung in Colombo 2002 auf einen Waffenstillstand, der nicht mehr eingehalten wird. (APA/dpa)

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