M-Real und UPM geben Gewinnwarnung aus

17. Juli 2006, 10:22
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Bei den beiden auch in Österreich produzierenden finnischen Konzernen drücken Kosten für Personalabbau und andere "Rentabilitätsmaßnahmen" aufs Ergebnis

Helsinki - Die beiden auch in Österreich produzierenden finnischen Holz-und Papierkonzerne M-Real und UPM-Kymmene haben für das abgelaufene Quartal jeweils Gewinnwarnungen ausgegeben. Als Grund gab M-Real bereits vor dem Wochenende den Anstieg der Produktionskosten und saisonale Nachfrageschwankungen an. UPM begründete seine Gewinnwarnung am Montag mit den Kosten des im Frühjahr begonnenen "Rentabilitätsprogramms" und mit Wertberichtigungen seines Waldbesitzes.

Der M-Real-Konzern, zu dem in Österreich die Papierfabrik in Hallein gehört, wies zuletzt für das Geschäftsjahr 2005 einen Vorsteuer-Verlust von 114 Mio. Euro aus. Vergangene Woche kündigte der Konzern den Verkauf der französischen Papierfabrik Pont Sainte Maxence an die deutsche Arques Industries an. In Hallein wackeln im Rahmen eines konzernweiten Sparprogramms rund 100 von insgesamt 800 Arbeitsplätzen.

UPM will innerhalb von zwei Jahren vor allem in Finnland und Frankreich insgesamt 3.600 seiner weltweit 31.500 Arbeitsplätze abbauen. In der zum UPM-Konzern gehörenden, früheren Papierfabrik Steyrermühl in Oberösterreich sollen in den kommenden zwei Jahren lediglich bis zu 20 Stellen gestrichen werden. UPM verbucht an Kosten für die "Rentabilitätsmaßnahmen" allein im zweiten Quartal 2006 123 Mio. Euro. (APA)

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