Israel setzt Luftangriffe im Gaza-Streifen fort

4. Juli 2006, 06:55
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Armee: Versammlungsräume und Waffenlager der Al-Aksa-Brigaden Ziel des Einsatzes - Panzer sollen Tunnel und Sprengstoff im Sperrgebiet aufspüren

Gaza - Israel hat seine Luftangriffe im Gaza-Streifen in der Nacht auf Montag fortgesetzt. Dabei wurden vier Palästinenser verletzt, wie es in Ärzte- und Sicherheitskreisen hieß. In Beit Lahiya im Norden des Palästinensergebietes seien drei Menschen von Granatsplittern getroffen worden; der Angriff habe einem Büro der radikalen Hamas-Bewegung gegolten. Ein Anrainer sei ebenfalls verletzt worden, hieß es.

Versammlungsräume und Waffenlager angegriffen

Die israelische Armee teilte mit, sie habe mehrere Luftangriffe verübt, die den radikalen Al-Aksa-Brigaden gegolten hätten. Die Brigaden stehen der Fatah-Bewegung des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas nahe. Das Militär habe Versammlungsräume der Brigaden in Gaza und ein Waffenlager im Norden des Gaza-Streifens angegriffen.

Im südlichen Gaza-Streifen töteten israelische Soldaten drei bewaffnete Palästinenser, wie ein Armeesprecher sagte. Die Männer hätten sich den Soldaten "auf verdächtige Weise" genähert, deshalb hätten die Soldaten das Feuer eröffnet. Zwei der getöteten Palästinenser hätten einen Sprengstoffgürtel getragen. Der Vorfall ereignete sich demnach am Sonntag in der Nähe des Flughafens Dahaniya.

Panzer in den nördlichen Gaza-Streifen eingedrungen

Israelische Truppen mit panzern und Bulldozern sind indessen in den nördlichen Gaza-Streifen vorgedrungen. Ein Armeesprecher teilte mit, es handle sich um einen begrenzten Einsatz im Sperrgebiet. Die Soldaten sollten nach möglichen Tunneln und Sprengsätzen suchen.

Israelische Medien zitierten Augenzeugen mit Berichten, Soldaten hätten in der palästinensischen Ortschaft Beit Hanoun Häuser besetzt. Der Sprecher wollte sich dazu nicht äußern und verwies auf Militärzensur. (APA/Reuters)

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