"Verrückter" kracht in WM-Fanmeile

3. Juli 2006, 11:50
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Absperrung mit Auto absichtlich durch­brochen - "Kein Attentat" - 25 Menschen verletzt

Berlin - Bei der mutmaßlichen Amokfahrt eines 33 Jahre alten Autofahrers auf der Berliner WM-Fanmeile am Sonntag sind 25 Menschen verletzt worden. Dies berichtet die Polizei am Montag. Bisher war von 21 Verletzten die Rede gewesen.

Nach den Angaben vom Montag handelt es sich bei den Verletzten um 14 Männer, acht Frauen sowie drei Kinder im Alter von einem, acht und elf Jahren. Einziger Schwerverletzter ist mit mehreren Rippenbrüchen ein elfjähriger Bub. Unter den Verletzten befindet sich auch ein Polizeibeamter. Zu den Hintergründen der Unglücksfahrt machten die Behörden bisher keine Angaben.

Noch ist unklar, ober der Autofahrer mit Absicht auf die Fanmeile vor dem Brandenburger Tor gerast war. Der 33-Jährige sowie seine 55 Jahre alte Beifahrerin blieben unverletzt und wurden mit vorgehaltener Waffe festgenommen.

Der Mann war mit seinem Kleinwagen mit Berliner Kennzeichen gegen 15.30 Uhr Richtung Brandenburger Tor gefahren. "Offensichtlich mit Absicht" durchbrach er das erste Absperrgitter zur Fanmeile, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) in einer ersten Einschätzung. Bei der Durchsuchung des Wagens wurde kein Sprengstoff entdeckt, so dass ein Attentatsversuch ausgeschlossen wurde. Das Sicherheitskonzept an der Fanmeile soll nicht geändert werden.(APA/dpa)

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    Das Unfallauto

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