Hamas droht mit Anschlägen gegen öffentliche Einrichtungen in Israel

Redaktion, 7. Juli 2006, 12:49

Bewaffneter Arm will "gleiche Ziele wie die des Besatzers treffen", sollten die israelischen Militäroperationen andauern

Gaza - Angesichts der weiter andauernden Militäroffensive Israels im Gazastreifen hat der bewaffnete Arm der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas mit Anschlägen gegen öffentliche Einrichtungen und Bauten in Israel gedroht. "Die Ezzedin-al-Kassam-Brigaden warnen den zionistischen Feind: Wenn die Militäroperationen andauern, werden wir die gleichen Ziele des Besatzers treffen", erklärte der Sprecher der Gruppe, Abu Obeida, am Sonntag.

"Schmutziger Krieg"

Er verurteilte Angriffe Israels auf "Elektrizitätswerke, Brücken, Universitäten, Schulen, Ministerien und die Regierung". Obeida nannte den Einsatz Israels im Gazastreifen einen "schmutzigen Krieg".

Die israelische Armee zerstörte seit Beginn ihres Einmarsches im südlichen Gazastreifen am Mittwoch ein wichtiges Elektrizitätswerk, Brücken und Straßen. In der Nacht zum Sonntag griff die Luftwaffe das Büro des palästinensischen Regierungschefs Ismail Haniyeh von der Hamas an und setzte es in Brand. Ziel des Einmarsches ist nach israelischen Angaben die Befreiung eines am vergangenen Sonntag von radikalen Palästinensern entführten Soldaten.

Israel habe "die Botschaft unserer Operation" am vergangenen Sonntag nicht verstanden, sagte Sprecher Obeida weiter. Israel setze weiter auf die Sprache der Überheblichkeit und Arroganz gegenüber dem palästinensischen Volk. Mit einer solchen Politik ändere sie das Schicksal des Entführten aber nicht. (APA)

Kommentar posten
22 Postings
und für israel verschlechtert sich die sicherheitslage durch die neuen terrordrohungen um genau wieviel?

wohl um gar nichts.
-------
wer nichts zu verlieren hat, den kann man nicht erpressen.
dass die palästinenser erstmals etwas zu verlieren haben, haben ihre führer leider nicht verstanden.

die Führer der Palästinenser

scheinen genauso gut ausgebildet zu sein, wie die des ÖGB

Israel habe "die Botschaft unserer Operation" am vergangenen Sonntag nicht verstanden, sagte Sprecher Obeida weiter.

Genau diese Leute sind es, die der palästinensischen Bevölkerung das Leben schwer(er) macht!

Und genau diese Leute sollten vom eigenen Volk bestraft werden!

Wenn die es nicht tun, ist verständlich, dass Israel es macht! Wäre aber ein positives Anzeichen der palästinensischen Bevölkerung, wenn sie nur gegen solche Leute protestieren würde - geschweige denn bekämpfen würden!

ich glaube es nicht...


die Palästinenser spielen noch immer die Helden und begrefen noch immer nicht, dass Terror keine Weg für einen eigenen Staat ist.

Schauen sie auf Israels Geschichte...

und Widerstand gegen einen Besatzer ist legitim

re sue

nein,was ich damit zeigen will ist,daß die radikalen palästinenser (+symphatisanten) immer behaupten,der terror ist die folge davon,daß isrel 1967 das westjordanland und den gazastreifen besetzte hat.
wenn aber jetzt weiteres gebiet zurückgegeben wird,dann hört der terror eben nicht auf,nur die begründung wird sich ändern.
aufhören wird er nach dem willen der hamas erst,wenn ganz palästina befreit ist

das klingt schon ein wenig versoehnlicher ...

jedoch bin ich der meinung dass eine diskussion darueber wer mit dem terror anfing und was welche vergeltungsmasznahme rechtfertigt kontraproduktiv ist ...
und dazu gehoert auch das aufzaehlen von anschlaegen von vor zig jahren!

sollte einmal ein friede in der region gefunden sein kann man dieser taten gemeinsam gedenken, aber jetzt gießt man mit solch einer argumentation doch nur öl ins ohnehin schon lodernde feuer und kann mit so einer einstellung eben nicht befrieden!

Nein, das glaube ich nicht...

@sue

Es ist nicht unsere Lebenserfahrung - und entspricht auch nicht unseren Rechtsnormen! -, Täter und Opfer als gleichwertig zu beurteilen.

Es passt auch nicht, einem Täter zu sagen, es sei vergessen, was er verschuldet hat, wenn er laut und deutlich die Absicht äußert, weiter zu machen.

Das ist auch nicht hilfreich im Kontext der Konfliktlösung - das Opfer kann dem Täter keine Schuld abnehmen, der Täter dem Opfer keine Unschuld.

Diese Haltung führt m.E. bewußt dazu, daß es zu einer Opfer-Täter-Umkehr kommt, d.h., daß Israel plötzlich eine Schuld umgehängt wird, die es weder moralisch noch juristisch hat.

Es ist eben nicht egal, ob sich jemand verteidigt, oder ob jemand angreift - juristisch nicht, und moralisch schon gar nicht...

Nun die P. und auch die Hamas

haben Waffenstillstand angeboten...

Isreal hat gemeint, ja, aber mit dem Target Killing wird weiter fortgefahren.

Wenn sie sich mit jemanden streiten, und sagen okay hör ma auf. Und der andere sagt, okay du hörst auf auf mich einzuschlagen, aber ich behalt mir vor, das ich Dir ab und zu eine verpasse. WÜrdens dann bei Ihrem Angebot bleiben?

und wieder mal eine kleine zahl

für diejenigen,die meinen,daß die besetzung der gebiete 1967 usrprung des terrors sind:
anschläge in israel 1952-1966
56
wenn sie eine genaue aufstellung wollen,gerne,und die anschläge gegen jüdische einrichtungen in palästina in den jahren 1920-1930,also vor gründung des staates israel hab ich dann auch,mitsamt der totenzahl

1967?

Niemand behauptet, dass Ungerechtigkeiten gegenüber den Palästinensern erst 1967 begonnen hätten. Schon 1948 wurden 700.000 Araber vertrieben, oder sind geflohen und wurden nicht zurückgelassen. Die Flüchtlingscamps in den 1967 besetzten Gebieten stammen aus dieser Zeit.

Tatsächlich

ist der arabische Mob schon in den zwanziger und dreißiger Jahren pogromartig gegen Juden vorgegangen. Al Hussaini, dessen Feudalclan über großen Grundbesitz im britischen Mandat Tranjordanien verfügte, wurde von Hitler hofiert und besuchte auch ein KZ. Sein Neffe Arafat führte dann mit anderen Studenten an der Kairoer Universität den Guerillakrieg gegen Israel in den Fünfzigern von ägyptischen Boden aus.

eine frage, gibt es kollektivschuld für vergangene handlungen? wenn nein wieseo musst du dann den heute lebenden israelis vorhalten was ihre grosseltern und eltern getan haben...

hapalo das ist doch ganz einfach

es gibt in folgenden fällen kollektivschuld:
DIE juden haben den arabern das land geraubt,sie vertrieben und so weiter,also sind natürlich die israelis im unrecht und müssen mit dem heldenhaften arabischen widerstand leben,solange sie diese kollektivschuld nicht begleichen-heisst das geraubte land zurückgeben und wieder ins schtetl ziehen.
keine kollektivschuld gibt es in folgenden fällen:
DIE palästinenser können nichts für ein paar ausrutscher,die freiheitshelden mal machen.
daraus folgt:
man darf israelis beschiessen,weil alle israelis besatzer sind.
die israelis haben das recht,die freiheitskämpfer darum zu bitten,ein bissal weniger zu schiessen,wenns geht.
wenn man schin israeli ist,muss man damit leben und sterben

Wenn Kollektive, was ich richtig finde, Gesetze erlassen,

die eine kollektive Wiedergutmachung anstreben, für Unrecht, das vor 70 Jahren getan wurde, dann ist es auch Recht anderen die Verantwortung für ihre Vergangenheit zuzuweisen.

Für sie mag das anders sein, aber mich hat das Leid, das man in Auschwitz noch immer spüren kann, vor Scham für das Tun das im Namen meiner Eltern und Grosseltern begangen wurde fast in die Erde getrieben.

Nicht dass ich wüsste, dass in meiner Familie persönliche Schuld auf sich geladen wurde, da ich es auch nicht völlig ausschliessen kann, gehe ich damit sehr vorsichtig um.

Für mich ist im übrigen der Holocaust eine Schande der ganzen Menschheit, und als Mensch möchte ich alles tun was mir möglich ist, damit vergleichbares nie wieder aus Erden geschieht.

...das sollte mal jemand dem deutschen volk erzählen....au weia...

so what??

was wollen sie damit sagen? mit pal. kann man so oder so nicht verhandeln, oder was?

leute die verbrechen von vor hundert jahren auflisten, koennen nicht an einer loesung interessiert sein !

destruktive leute wie sie halten auf beiden seiten den friedensprozess auf. so nimmt das leid auf keiner der beiden seiten ab. ich denke das gehoert mal eingesehen.

bezüglich so what

ok,vergessen wir die alten geschichten.
also will ich auch nix mehr von den vertreibungen seit 1948 oder unrechtmässiger landnahme damals hören.
wie,die israelis haben den palästinensern ,wie eine kolonialmacht das staatsgebiet geraubt und hunterttausende vertrieben?
sie haben völlig recht,israel ist realität im hier und jetzt,und nur darum geht es.
also setzen sie sich völlig zu recht gegen die angriffe auf ihr staatsgebiet zur wehr.
das nehmen wir als ausgangsbasis für die verhandlungen,dann wirds ganz einfach.

nein, mit palästinensern kann man nicht mehr verhandeln. die große mehrheit sind jetzt seit generationen indoktriniert, jeglicher vernunft beraubt, von den eigenen führern aufgestachelt und radikalisiert, ihr gesamtes denken und handeln von rachegefühlen geleitet.
da gibt es keinen spielraum mehr. selbst wenn israel nicht mehr wäre, die könnten nicht aufhören mit dem terror.
was glauben sie warum die kein "bruderstaat" in seinem land will? die machen nur probleme.

verehrte frau nusnasch

sosehr ich mich immer wieder über ihre postings freu,meinen hut vor iohne ziehe,so leid tut es mir,sie hier kritisieren zu müssen.
verhandeln kann und soll man mit den palästinensern,nur darf die grundsätzliche existenz eines jüdischen staates genausowenig in frage gestellt werden,wie die eines palästinensischen,nur über die grenzen und entschädigungen sollte man verhandeln-von mir aus noch 100 jahre

lieber chaot, ich muss (leider) bei meiner meinung bleiben. verhandeln ist gut, aber nicht wenn die einen verhandeln während die anderen bomben basteln, und nicht wenn sich nach der verhandlung keiner an die ergebnisse gebunden fühlt. da kann man gleich beim gegenseitigen bombardieren bleiben. verhandeln wird nicht gehen, solange die palästinenser einmal "ordnung" in den eigenen reihen geschaffen haben und das, was ihre führung ausverhandelt, auch durchsetzen (können).
gaza wäre ein anfang gewesen. leider schaut es derzeit so aus wie ein weiterer anfang vom ende...

stimmt, das rechtfertigt natürlich alles, frei nach hammurabi

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.