Saddams Ehefrau und Tochter kommen auf Meistgesuchten-Liste

9. Juli 2006, 14:16
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Fahndungsliste führt Abu Ajub al-Masri, der neue Al-Kaida-Chef im Irak, an

Bagdad - Die irakische Regierung hat am Sonntag die älteste Tochter sowie die erste Ehefrau des früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein auf die Liste der meist gesuchten Personen des Landes gesetzt. Die Auflistung enthält die Namen von 41 Irakern, nach denen im Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten gefahndet wird.

Saddams Tochter Raghd hat eine führende Rolle bei der Verteidigung ihres Vaters vor Gericht übernommen. Sie soll viel Zeit im Nachbarland Jordanien verbringen. Neben ihrer Mutter Sajida stehen Saddams früherer Vize Issat Ibrahim al-Duri und der neue Chef der Al-Kaida im Irak, Abu Ajjub al-Masri, auf der Liste.

Neuer Al-Kaida-Chef im Iran an erster Stelle

An erster Stelle der Fahndungsliste der 41 meist Gesuchten steht der neue Al-Kaida-Chef im Irak, Abu Ajub al-Masri. Die Namen und Bilder der Verdächtigen sollen in allen Polizeiwachen und Moscheen ausgehängt werden.

Für Informationen, die zur Ergreifung der Verdächtigen führe, werde eine Belohnung gezahlt, sagte der Nationale Sicherheitsberater Muwaffak al-Rubaie bei der Vorlage der Liste bei einer Pressekonferenz in Bagdad. Er rief die Bevölkerung und die Nachbarländer, in denen einige der Gesuchten leben, zur Hilfe auf. Der Terrorismus sei "ein Religionen und Länder übergreifendes Krebsgeschwür", sagte er.

Einige der Terroristen sollen Verbindungen zu Al Kaida haben, während andere eigenenständigen Gruppen angehören oder sich von Milizen abgespalten haben. Gesucht werden auch die mutmaßlichen Drahtzieher des blutigen Anschlags vom Samstag im Schiiten-Viertel Sadr-City in Bagdad mit mindestens 66 Toten.

Die Liste sei auf Grundlage von Erkenntnissen des Geheimdienstes und der Sicherheitskräfte über einen Zeitraum von neun Monaten zusammengestellt und auch an Interpol weitergeleitet worden, sagte Rubaie. Mit der von den USA veröffentlichten Liste der 55 meist gesuchten Ex-Mitglieder des Saddam-Regimes habe sie nichts zu tun. (APA/Reuters)

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