"Ein Schuss von Henry, und Brasilien existiert nicht mehr"

4. Juli 2006, 11:24
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Internationale Pressestimmen zu den Viertelfinali vom Samstag

Brasilien - Frankreich 0:1

DEUTSCHLAND

  • "Bild" (Online-Ausgabe): "Vive la France! Henry entzaubert den Weltmeister, und Superstar Zidane war wie 1998 im Endspiel zu stark für die Brasilianer! (...) Denn was der fünfmalige Weltmeister und Titelverteidiger in Frankfurt ablieferte, hatte mit brasilianischem Zauber so viel zu tun, wie Ronaldo mit Untergewicht." "Der Tagesspiegel": "Die EM 2006 beginnt! Weltmeister Brasilien scheidet durch ein 0:1 gegen Frankreich aus - die Europäer sind jetzt unter sich."

    BRASILIEN:

  • "Estado de Sao Paulo": "Eine Mannschaft zum Vergessen. Die Nationalelf verlässt die WM mit einer bedauerlichen Vorstellung."

  • "Folha de Sao Paulo": "Es gab keine Chance auf die erhoffte Revanche für die Final-Niederlage 1998. Die brasilianische Nationalelf präsentierte sich apathisch und ohne Angriffspower. Am Ende wurde sie von Frankreich völlig beherrscht."

  • "O Globo": "Frankreich liquidiert Brasilien. Mit einer schwachen Vorstellung wurden die Brasilianer aus dem Turnier geworfen. Uns bleibt nur noch Felipao (Portugals brasilianischer Trainer Scolari). Zum ersten Mal seit zwölf Jahren ist die Selecao nicht in einem WM-Endspiel vertreten."

  • "Lance": "Der Traum des sechsten WM-Titels wird um vier Jahre verschoben. Brasilien spielte zu weit zurückgezogen und überließ den Franzosen die Beherrschung des Spiels. Mit Zidane als Führer bauten diese ein gutes Passspiel auf. Mit viel Einsatz versuchten Cicinho und Robinho, den Angriff der Brasilianer in Schwung zu bringen. Aber es war nicht genug, um eine miserable Vorstellung der brasilianischen Nationalelf zu verbessern und das Aus zu vermeiden."

    FRANKREICH

  • "Le Parisien": "Einfach toll! Ein genialer Zidane, ein entschlossener Henry und eine eiserne Verteidigung erlauben den Franzosen, von einem neuen Titel zu träumen."

  • "L'Equipe": "Wie in einem Traum. Eine fantastische Leistung, die die anfängliche Untergangsstimmung einer einzigartigen Mannschaft in ein goldenes Licht taucht."

    ITALIEN

  • "La Gazzetta dello Sport": "Ein Schuss von Henry, und Brasilien existiert nicht mehr. Frankreich war super, addio Brasilien. Die großen Namen der Brasilianer sind zusammengenommen nicht halb so viel wert wie Zizou."

  • "Corriere della Sera": "Der Fall der Götter. Brasilien wird von Frankreich ausgelöscht. Das Unglaubliche ist geschehen."

    GROSSBRITANNIEN:

  • "Independent": "Zidane sorgte für Frankreichs Wiedergeburt: Mit einer wundervollen, hypnotisierenden Darbietung zögerte der 34-Jährige nicht nur seinen Ruhestand hinaus, sondern ließ auch den Ruhm von Ronaldinho und von Brasilien verblassen."

    SPANIEN:

  • "El Pais": "Gott erhalte uns Zidane noch für viele Jahre! Der Franzose spielt noch immer besser als alle anderen."

  • "El Mundo": "Zidane ist der wahre Brasilianer."

  • "El Periodico de Catalunya": "Die Schande des Jahrhunderts! Brasilien gibt ein unwürdiges Bild ab."

    ARGENTINIEN:

  • "Ole": "Schon lange bläst der Wind und immer noch kräftig. Man muss sich vorstellen, dass Zidane eigentlich schon in Pension gehen sollte. Gott sei Dank, dass nicht. Er erteilte eine Lektion in Sachen Fußball. Der fünffache Weltmeister war nur ein Schatten seiner selbst. Ronaldinho? Danke, es reicht."

    Portugal - England 3:1 n.E.

    DEUTSCHLAND

  • "Bild" (Online-Ausgabe): "Englands Elfer-Deppen sind raus! Rot für Rooney! Portugal erstmals bei einer WM im Halbfinale."

  • "Der Tagesspiegel": "Sie können es nicht! Wie bei der EM 2004 verliert England im Elfmeterschießen gegen Portugal. Die Beziehung der Engländer zum Elfmeterschießen wird eine einseitig tragische bleiben, bis in alle Ewigkeit und wahrscheinlich darüber hinaus."

    GROSSBRITANNIEN

  • "Guardian": "Selten sind englische Fingernägel so unerbittlich gekaut worden: Eine epische Darbietung von Fußball. Ein Drama, das die Nerven des härtesten Fans zerrt. Ein Fest kollektiven Muts von zehn Männern."

  • "News of the World": "Die Nation weint, der Traum ist aus. Und da sind wir wieder. Ehrenhaft in der Niederlage. Tapfere Verlierer. Verpasste Elfmeter und Pech. Haben sie nicht langsam die Nase voll davon?"

  • "Independent": "Lebewohl, Sven. Du scheinst Frauen mehr gemocht zu haben als Trophäen."

  • "Times": "Als Sven-Göran Eriksson und seine Langball-Sekte im Elfmeterschießen rausflogen, wurde die Peinlichkeit beendet, die es im zurückliegenden Monat bedeutete, ein Engländer in Deutschland zu sein."

    PORTUGAL

  • "Publico": "Die Geschichte wiederholt sich. Portugal versenkt England dank der Hände von Torwart Ricardo."

  • "Diario de Noticias": "Ricardo wird wieder einmal für die Engländer zum Schreckgespenst."

  • "Record": "Das Spiel war nichts für Herzkranke. England liegt erneut der Seleccao zu Füßen."

    FRANKREICH

  • "Le Parisien": "England ist beim Elfmeterschießen wirklich verflucht. Dieses erfolglose Ende bedeutet auch das Ende seiner 'goldenen Generation'."

    ITALIEN

  • "Corriere della Sera": "Portugal ist ein Fluch für England."

    SPANIEN

  • "As": "God save Ricardo! Diesmal wehrte der Keeper die Elfmeter ab, ohne sich seiner Handschuhe zu entledigen."
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