Zarqawis Frau bezichtigt Al Kaida des Verrats

6. Juli 2006, 15:17
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Komplott irakischer Rebellen und des Terrornetzwerks vermutet - Zarqawis Leiche an "geheimen Ort" beigesetzt

Rom - Knapp einen Monat nach dem Tod des Terroristenführers Abu Mussab al Zarqawi im Irak hat dessen erste Frau in einem Zeitungsinterview "Verrat" an ihrem Mann beklagt. Zarqawi sei von den eigenen Leuten "an die Amerikaner verkauft" worden, sagte Um Mohammed der italienischen Zeitung "La Repubblica" (Sonntag-Ausgabe). Er sei das Opfer eines "Geheimpaktes" zwischen den irakischen Rebellen und den Anführern des Terrornetzwerks Al Kaida sowie den US-Geheimdiensten geworden.

Jagd auf Bin Laden verlangsamt

"Mein Mann wurde zu mächtig, und er hat ohne Zweifel jemanden gestört", sagte Zarqawis Frau bei dem Gespräch in Genf. Seine Macht und die Gefolgschaft der radikalsten Gruppen hätten ihn das Leben gekostet. Im Gegenzug hätten die USA die Jagd auf Al-Kaida-Chef Osama bin Laden verlangsamt. Al Kaida versuche derzeit, Bin Laden besonders zu schützen.

Die etwa vierzig Jahre alte Um Mohammed ist Jordanierin und lebt an geheimem Ort in Europa. Zarqawi war am 7. Juni bei einem US-Angriff bei Baakuba getötet worden. Der TV-Sender Irakia berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, der Hinweis auf Zarqawis Aufenthaltsort sei aus dessen Umfeld gekommen.

Zarqawi an einem geheimen Ort beigesetzt

Unterdessen ließ ein irakischer Sicherheitsberater verlautbaren, dass der Leichnam Zarqawis in einem geheimen Grab beigesetzt wurde. "Die irakischen Behörden haben die Leiche Zarqawis vor kurzem an einem geheimen, aber gekennzeichneten Ort begraben", sagte am Sonntag Mowaffak al-Rubaie der Nachrichtenagentur Reuters. (APA/AFP)

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