Ivica Osim Japans Teamchef

15. Juli 2006, 12:59
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Der bosnische Trainerguru mit Sturm-Vergangenheit bestätigt Einigung mit dem Verband - Nur noch Kleinigkeiten zu klären

Tokio - Ivica Osim hat sich mit dem japanischen Verband (JFA) "prinzipiell" auf eine künftige Zusammenarbeit geeinigt und wird den Brasilianer Zico daher als Teamchef der Nationalmannschaft beerben. Dies bestätigte der 65-jährige Bosnier am Sonntagnachmittag. "Klub und Verband müssen nur noch Kleinigkeiten klären. Von meiner Seite aus ist alles klar", erklärte der ehemalige jugoslawische Teamchef und Sturm-Graz-Erfolgstrainer.

Osim hat den JFA-Verantwortlichen eine Vertragsdauer von "zwei plus zwei oder vier Jahren" vorgeschlagen, unterschrieben sei der Kontrakt aber noch nicht. Der Fußball-Philosoph führte JEF United, einen Klub aus Ichihara (nahe Tokio), seit 2003 zu zwei Vizemeister-Titeln und 2005 zum Cup-Sieg. Die Kontaktaufnahme seitens des Verbandes hatte vorübergehend für Miss-Stimmung gesorgt, da Osim noch einen gültigen Vertrag mit JEF United hat.

Nun dürfte sich aber alles in Wohlgefallen auflösen, Osim die Arbeit mit dem in Deutschland bereits in der Gruppenphase ausgeschiedenen Team aufnehmen können. "In der Mannschaft steckt viel Potenzial. Meiner Meinung nach muss sie sich aber ihrer eigenen Stärken besinnen, einen eigenen Stil finden", meinte der Bosnier, der Jugoslawien 1990 ins WM-Viertelfinale und Sturm Graz zweimal in die Champions League geführt hatte. "Diese Stärken sind Beweglichkeit, Schnelligkeit und gute Technik, dazu muss dann eine gute Taktik kommen." Was die japanischen Kicker auszeichne, sei laut Osim ein "besonderer Kampfgeist".

Die WM in Deutschland brachte für Osim im wesentlichen keine Überraschungen. Die Elfenbeinküste und Ghana hätten sich das Ausscheiden aber nicht verdient gehabt. Das Scheitern der Auswahl Serbien-Montenegros beurteilte Japans Neo-Teamchef differenziert: "Sicher war es eine schwierige Gruppe. Aber die Spieler hatten damit und mit der politischen Situation schon Ausreden, bevor es überhaupt losgegangen ist." (APA/Reuters)

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