Indonesien: Massenproteste gegen israelische Militärangriffe

3. Juli 2006, 10:10
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DemonstrantInnen hielten Bilder des getöteten Scheichs Yassin hoch

Jakarta - Tausende Indonesier haben am Sonntag gegen Israels Angriffe auf den Gazastreifen demonstriert. "Das ist eine Verletzung der Hoheitsrechte des palästinensischen Volkes", sagte ein hochrangiger Vertreter der konservativen Partei PKS vor der Menschenmasse. Die Demonstranten, unter ihnen viele Frauen und Kinder, zogen vor die hoch gesicherte US-Botschaft in der Hauptstadt Jakarta. "Allah ist groß", skandierten sie dort und hielten Bilder von Scheich Ahmed Yassin hoch. Yassin war vor zwei Jahren von den Israelis getötet worden. Die Kundgebung blieb friedlich.

Keine diplomatischen Beziehungen zu Israel

Indonesien ist das zahlenmäßig größte moslemische Land der Welt. Es unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Israel. Viele Menschen unterstützen die Palästinenser oder sind gegen die US-Politik in Nahost und im Irak.

Die Proteste bezogen sich auf vor einigen Tagen begonnene Offensive des israelischen Militärs im Gazastreifen. Israel will damit die Freilassung eines vor einer Woche entführten Soldaten erwirken. (APA/Reuters)

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    Der Protestzug auf dem Weg zur US-amerikanischen Botschaft in Jakarta.

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