Sorge über Lebensmittelversorgung

2. Juli 2006, 16:56
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UNO warnt vor Engpass in Palästinensergebieten wegen Offensive im Gaza-Streifen

Gaza - Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) hat sich besorgt über die Lebensmittelversorgung in dem durch eine israelische Militäroffensive abgeschnittenen Gaza-Streifen geäußert. UNRWA verfüge lediglich über Vorräte für zwei Wochen, gab der Verantwortliche der Hilfsorganisation im Gaza-Streifen, John Ging, am Samstag in Gaza bekannt. Sollten die Straßen blockiert bleiben, werde es "große Versorgungsschwierigkeiten" geben.

Keine Verteilung von Lebensmitteln wegen Blockade

Die vorhandenen Lebensmittel könnten derzeit wegen der Blockade nicht verteilt werden, sagte Ging. Zudem gebe es wegen der Zerstörung von Stromversorgungseinrichtungen durch die israelische Armee und der Nutzung von Generatoren einen erhöhten Benzinverbrauch, so dass auch dort ein Versorgungsengpass drohe. UNRWA wird von Generalkommissarin Karen Koning Abu Zayd geleitet und ist für sechzig palästinensische Flüchtlingslager zuständig.

Notgeneratoren

Der UNO-Koordinator für humanitäre Hilfe, Jan Egeland, hatte am Donnerstag sein Bedauern über die Zerstörung des einzigen Elektrizitätswerks im Gaza-Streifen ausgedrückt, die sich auch auf die Wasserversorgung der Bevölkerung auswirke, da mehr als 130 Wasserpumpen elektrisch betrieben würden und die Notgeneratoren nur Benzin für wenige Tage hätten. Finnlands Regierungschef Matti Vanhanen, dessen Land am Samstag den EU-Ratsvorsitz von Österreich übernommen hat, rief Israel auf, die Militäroperation zu stoppen und mit der Zerstörung der lebenswichtigen zivilen Infrastruktur aufzuhören. (APA/AP)

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