US-Theaterlegende Lloyd Richards gestorben

7. Juli 2006, 12:20
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Inszenierte 1959 als erster Afroamerikaner ein Stück mit einer schwarzen Dramatikerin am Broadway

New York - Lloyd Richards, einer der einflussreichsten amerikanischen Theaterregisseure der Nachkriegszeit, ist tot. Wie die "New York Times" am Samstag berichtete, starb er am Donnerstag - seinem 87. Geburtstag - an Herzversagen. Richards war 1959 bekannt geworden, als er am Broadway als erster schwarzer Regisseur ein Stück einer ebenfalls schwarzen Dramatikerin inszenierte.

"A Raisin in the Sun" über das Leben einer schwarzen Arbeiterfamilie wurde entgegen allen Vorhersagen ein großer Erfolg. Die Inszenierung wurde 530 Mal aufgeführt und gilt heute als Meilenstein amerikanischer Theater- und Sozialgeschichte.

Richards, der in der kanadischen Stadt Toronto als Sohn jamaikanischer Einwanderer geboren wurde, galt als zurückhaltender Regisseur, der den Schauspielern große Freiheiten gab. (APA/dpa)

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    Lloyd Richards auf einem Archivfoto aus dem Jahr 1990.

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