Münchner demonstrierten gegen Neonazis

6. Juli 2006, 15:31
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Kundgebung von Rechtsextremisten verhindert

München - Am Münchner Marienplatz haben am Samstagvormittag mehrere Hundert Menschen gegen Rechtsextremismus demonstriert. "Neonazis haben in München keine Chance", erklärte Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) bei der Kundgebung, "München bleibt wachsam". Nach Angaben der Veranstalter waren mehr als 1.000 Menschen auf den Marienplatz gekommen, die Polizei zählte hingegen 250 Teilnehmer. Auf der Kundgebung sprach unter anderem der KZ- Überlebende Martin Löwenberg.

Breites Bündnis

Die "Jungen Nationaldemokraten der NPD" und andere hatten ursprünglich am Samstag eine Demonstration geplant, um von der internationalen Aufmerksamkeit durch die Fußball- WM zu profitieren. Die Rechten verwarfen ihren Plan allerdings, als ein breites Bündnis von Parteien und Verbänden zur Gegenveranstaltung aufrief. "Durch die Geschlossenheit der Münchner konnte der Neonazi-Aufmarsch verhindert werden, doch wäre es falsch zu glauben, die Bedrohung von Rechts bestehe nicht mehr", erklärte der Grüne Stadtrat Siegfried Benker. (APA/dpa)

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